Hallett musste ins Krankenhaus. Es war das größte Heimdebakel der Rocks seit fünf Jahren. Corey Hallett wurde gefoult, Einsatz fraglich.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 08. Februar 2017 (05:38)
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Harter Zweikampf. Den lieferten sich auch Bence Czukor (l.) und Marko Soldo (r.).
BVZ, zVg/Mayer

BASKETBALL ROCKS - BASKET FLAMES 49:77. Das Comeback von Michael Mach und die Anwesenheit von Meistermacher Mike Coffin sowie die ersten Bundesliga-Punkte von Youngster Lukas Gludovatz waren aus Mattersburger Sicht die einzigen positiven News dieses Spiels.

Ohne Jan Nicoli und Ramiz Suljanovic agierten die Hausherren im Angriff zahn- und ideenlos, die Flames führten mit 12:11 nach dem ersten Viertel, das alles andere als Basketball vom Feinsten war. Beide Teams verteidigten solide, im Angriff verzettelte man sich zu oft in Einzelaktionen. Die Hausherren vergaben zudem gute Gelegenheiten, etwa auch unter dem Korb. Der Rocks Block und die 180 Fans trieben die Hausherren an, der 26:29-Pausenstand war ein Beleg für die schwache Offensivleistung. Nach Wiederbeginn wollten die Mattersburger mit mehr Energie agieren, aber es sollte anders kommen. Gegen die keineswegs unüberwindbare Zonen-Defensive der Gäste gelang wenig. Die Wiener setzten sich ab, der Vorsprung betrug gegen Ende des dritten Abschnitts acht Punkte. Dann wurde es noch bitterer, Dominik Alturban versenkte zwei Dreier zum 58:41 für die Flames. Die Williams-Truppe haderte in dieser Phase auch mit den nicht sattelfesten Entscheidungen der Schiedsrichter. Nach einem rüden Foul an Corey Hallett blutete dieser stark aus der Nase und musste ins Krankenhaus, der Unmut der Fans drohte überzuschwappen, die Schiedsrichter hatten ihre Mühe, das Spiel in Griff zu bekommen. Es gab nur mehr ein Schaulaufen, die Flames gingen mit dem 77:49-Endstand vom Platz.

Coach James Williams zur bitteren Niederlage: „Wir haben unseren Gameplan nicht umgesetzt, die Zone nicht attackiert. Für die Schiris war es nicht einfach, zwischen Floppings und harten Fouls zu unterscheiden. Deswegen waren sie überfordert.“

Sein Spieler Benjamin Bernleithner sagte zur Niederlage: „Wir müssen mit aggressiver Verteidigung Ballverluste erzwingen, um zu einfachen Punkten kommen. Derzeit haben wir Mühe, in der Offensive zu punkten.“