Ärger um Straßensperren in Unterwart. Die B63a bleibt noch mehrere Wochen auf einem Teilstück gesperrt. Jetzt ist auch die Ausweichroute durch Unterwart für den Verkehr gesperrt. Staus sind vorprogrammiert.

Von Carina Fenz. Erstellt am 13. Mai 2021 (06:06)

Tausende Fahrzeugen nützen täglich die Ortsumfahrung Oberwart auf der B63a. Immerhin die wichtigste Verbindung in Richtung Großpetersdorf, das Pinkatal und nach Ungarn. Seit einigen Wochen sorgt die Sperre eines Teilstücks — ab der Abfahrt „Farben Partner“ bis zum Kreisverkehr Richtung Unterwart — für erheblichen Verkehrsstau. Grund für die Sperre sind übrigens Bauarbeiten bei der Brücke beim Fenekgraben in Unterwart.

Wartezeiten zu den Stoßzeiten in der Früh und am späten Nachmittag von bis zu zehn Minuten sind hier auf besagter Strecke keine Seltenheit. Neuralgischer Punkt, die Umleitungsstrecke Richtung Steinamangererstraße und in weitere Folge das Industriegebiet Unterwart sowie der B63a. Im Zuge der Rubrik „Frag die BVZ“ wollte ein Leser wissen, wie lange dieser „unzumutbare Zustand“ noch aufrecht bleibt.

Totalsperre ist die einizige Möglichkeit

Die BVZ hat nachgefragt: Baudirektor Wolfgang Heckenast dazu: „Durch die hohe Überschüttung des Durchlasses können die Bauarbeiten ausschließlich unter Totalsperre der B63a durchgeführt werden, eine vorzeitige und einstreifige Befahrung des Streckenabschnittes ist daher aus technischen Gründen keinesfalls möglich. Die brückenbautechnischen und straßenbautechnischen Maßnahmen, welche den Verkehr derzeitig beeinträchtigen, dauern maximal bis Mitte Juli, die dann noch erforderlichen wasserbautechnischen Leistungen werden bis Dezember beendet.“

Auch Bauarbeiten auf der Ortsdurchfahrt

Keine guten Aussichten also für weniger Stau in den nächsten Wochen. Eine mögliche bessere Beschilderung der Umleitung, ist seitens der Baudirektion aber auch nicht geplant, um die Verkehrsströme besser zu führen. Aber warum?

„Gespräche mit der Verkehrsbehörde und den Verkehrssachverständigen und deren Analysen und Begutachtungen haben ergeben, dass die Vorankündigungstafeln im Stadtbereich von Oberwart zu keiner Verbesserung der Situation beitragen würden und es im Gegenteil zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen auf den Gemeinde- und Nebenstraßen führen würde“, heißt es dazu von Heckenast auf Nachfrage der BVZ.

Am Dienstag dann die nächste Hiobsbotschaft. Auch die parallel zur B63a geführte Ortsdurchfahrt Unterwart wurde überraschend für den Verkehr (ausgenommen Anrainer, Zustelldienste) gesperrt. Die einzige Möglichkeit, die neuralgische Stelle zu umfahren, ist also auch noch weg. Seitens der Baudirektion hieß es, dass die Arbeiten bei der Ortsdurchfahrt „unerwartet verfrüht“ gestartet sind und man sich auch davon „überrascht“ gezeigt habe. Ein Umstand, der auch Unterwarts Bürgermeisterin Klara Liszt „nicht glücklich“ macht, „aber unumgänglich ist“. „Diese Arbeiten sind wichtig, um in weiterer Folge die Oberflächensanierung der stark sanierungsbedürftigen Ortsdurchfahrt Unterwart starten zu können“, erklärt Liszt. Die Polizei habe man, so die Bürgermeisterin, informiert, sollte es zu erheblichen Problemen mit Verkehrsteilnehmern kommen.

Alternativen sollen gesucht werden

Die Baudirektion des Landes sei in ständigem Kontakt mit dem Bau- und Betriebsdienstleistungszentrum Süd „BBS“, so Heckenast. „Es ist natürlich nie optimal, wenn zwei Baustellen zusammenkommen“, gibt Heckenast zu. Man werde in den nächsten Tagen — je nach Verkehrsaufkommen — entscheiden, ob man weitere Maßnahmen — in Abstimmung mit der Behörde — setzten muss (die BVZ berichtet in diesem Fall online). Vorerst gehen die Arbeiten jedenfalls bei beiden Baustellen weiter, inklusive Stau.

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