Südburgenland: Flucht stoppt Abwanderung. Die bereinigte Statistik zeigt, dass die Zahl der Abwanderungsgemeinden 2015 zurückging. Das geht großteils auf die Verteilung von Asylwerbern zurück.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 28. Dezember 2016 (05:10)
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Die Statistik Austria hat kürzlich die Bevölkerungsstatistik für 2015 veröffentlicht. Daraus lässt sich klar herauslesen, dass es im Vergleich zu den Vorjahren viel weniger Abwanderungsgemeinden gibt – geschuldet vor allem der Verteilung der Flüchtlinge auf die verschiedenen Bundesländer.

Der österreichweite Trend schlägt auch voll auf das Burgenland und die Region durch: Im Bezirk Oberwart gab es per 1. Jänner 2016 „nur“ zwölf „Minus-Gemeinden“, ein Jahr davor waren es noch 21 gewesen. Insgesamt wuchs die Bevölkerung im Bezirk um 345 Menschen an.

Auch der Bezirk Jennersdorf verzeichnet ein Plus von 74 Einwohnern – die „Minus-Gemeinden“ haben sich von zehn auf fünf halbiert –, nur der Bezirk Güssing musste wieder einmal einen Bevölkerungsrückgang verzeichnen: Insgesamt wohnten per Anfang 2016 um sechs Personen weniger im Bezirk als noch am 1. Jänner 2015.