Spendenübergabe: „Es war ein emotionales Chaos“

Erstellt am 09. Juni 2022 | 05:36
Lesezeit: 2 Min
440_0008_8378021_owz23cari_bow_scheckuebergabe_lisa_schu.jpg
Ein Foto voller Lebensfreude. Lisa Schuh hat an Dr. Armin Zebisch und Diplomkrankenschwester Julia einen Spendenscheck in der Höhe von 7.000 Euro übergeben. Zebisch selbst leitet ein Forschungsteam auf der Med. Uni Graz, das sich mit myeloischen Leukämien befasst. „Als ich das erfahren habe, wusste ich, ich muss Spendengelder auftreiben, um diese Forschung zu unterstützen. Einige nette Bekanntschaften im LKH, mit denen man sich ja wochenlang ein kleines Zimmer teilt, habe ich nach und nach verloren. Es sterben einfach noch zu viele daran“, erklärt Lisa Schuh ihre Beweggründe.
Foto: BVZ
Lisa Schuh hatte Leukämie. Heute gilt sie als geheilt. Um ihre Dankbarkeit zu zeigen, hat sie zu einer Spendenaktion für die Hämatologie am LKH Graz aufgerufen. Mit 7.000 Euro im Gepäck und jeder Menge Anspannung und zugleich Freude machte sie sich auf zur Übergabe – an jenen Ort, wo sie die schlimmsten Stunden ihres Lebens verbracht hat.
Werbung

Sieht man Lisa Schuh beim Bäcker ums Eck oder beim Kaffeetrinken mit Freunden, dann merkt man nicht, dass die lebensfrohe 28-Jährige noch vor wenigen Monaten um ihr Leben gekämpft hat. Die Diagnose war akute myeloische Leukämie. Ihre Krankheit hat sie besiegt, über die komplette Behandlung hat sie akribisch Tagebuch geführt und tausende Menschen mit ihren Gefühlen beeindruckt, mithoffen und mitbangen lassen. Lisa ist stark.

Diese Stärke hat sie auch bei ihrer Rückkehr ins LKH Graz, konkret auf die Hämatologie-Station, in der sie monatelang in Behandlung war, gezeigt. Der Anlass ihrer kurzzeitigen Rückkehr war zum Glück ein freudiger, aber, „es war ein emotionales Chaos“, erzählt sie. Riesen Dankbarkeit, Freude und Erleichterung, Angst, Nervosität und Anspannung machten sich in der Aschauerin breit, die mit einem Spendenscheck in der Höhe von 7.000 Euro ein Stückchen Hoffnung dorthin zurückbringen wollte, wo ihr Leben gerettet wurde.

Gesammelt wurde das Geld bei einem Benefizbacken in Großpetersdorf und einem Wandertag in ihrer Heimatgemeinde Aschau. „Es war eine große Herzensangelegenheit. Deswegen wollte ich unbedingt auch ein persönliches Treffen, und nicht einfach so das Geld überweisen. Es war wichtig, dass ich dort war. Auch, um irgendwie wieder ein wenig mehr, mit der Vergangenheit abzuschließen“, plaudert Lisa ganz offen über ihre Emotionen.

Weiterlesen nach der Werbung