600 Einsatzkräfte bei Katastrophenübung. Am Samstag fand im Bezirk Oberwart die Katastrophenhilfsdienstübung (KHD) „Eisregen 2016“ statt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 16. Oktober 2016 (13:50)
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Über 600 Einsatzkräfte aus dem Bezirk Oberwart (Feuerwehr, Rotes Kreuz, Polizei) dem benachbarten Bezirk Hartberg (Feuerwehr) sowie Kräfte aus Ungarn (Feuerwehr und Rotes Kreuz) nahmen an dieser großangelegten Übung teil.

Durch heftigen Eisregen sind mehrere Ortschaften im Bezirk Oberwart stark von den Auswirkungen betroffen: spiegelglatte Straßen, haufenweise demolierte Autos in den Straßengräben, verletzte Menschen, so die Ausgangslagen für die Großschadensübung.

Aufgrund der Komplexität und des Ausmaßes wurde kurz nach Mittag der Bezirksführungsstab einberufen. Bereits kurze Zeit später war die Einsatzleitung aufgebaut und die ersten Meldungen trafen aus den betroffenen Gebieten ein, so Bezirksfeuerwehrkommandant LBDS Hatzl.

Da sich die Lage im nordwestlichen Teil des Bezirkes immer mehr verschlimmerte wurden KHD Einheiten aus den nicht betroffenen Gebieten des Bezirkes, der Steiermark und aus Ungarn nachalarmiert.

Gegen 18.00 Uhr trafen dann die ersten Einheiten in den Schadensgebieten ein. In Abstimmung mit den örtlichen Einsatzleitungen und dem Bezirksführungsstab wurden die ansprechenden Szenarien in Angriff genommen. Diese reichten von mehreren verunfallten PKW im steilen Gelände bis zu einer Massenkarambolage.

Leistungsgrenzen wurden aufgezeigt

Die Einsatzkräfte waren dabei stark gefordert und wurden an ihre Leistungsgrenzen geführt. Bei diesem komplexen Szenario wurde die Zusammenarbeit der Einsatzorganisationen und den Behörden getestet.

Ein wichtiger Punkt war dabei auch der Einsatz des neuen Digitalfunksystems. Dieses Funksystem bietet eine ganz neue Qualität in der Kommunikation zwischen den einzelnen Organisationen und wird bei Einsätzen solchen Ausmaßes einen entscheidenden Beitrag zum Einsatzerfolg leisten, so Bezirksfunkreferent HBI Pöll.

Am Sonntag waren noch einige Einsatzkräfte vor Ort und arbeiteten die letzten Aufgaben ab. Solche Szenarien müssen in der Praxis nachgespielt und erprobt werden, um für den Ernstfall gerüstet zu sein, so ABI Halwachs.

Bezirksfeuerwehrkommandant LBDS Hatzl bedankte sich bei allen beteiligten Organisationen und den Behörden für die hervorragende Zusammenarbeit und sprach einen besonderen Dank den ausführenden Feuerwehren für die realistische Übungsplanung aus.