970 Euro Schulden pro Kopf im Bezirk. Die Gemeindeabteilung stellt den Kommunen ein gutes (Finanz)Zeugnis aus: Bis auf wenige Ausnahmen wurden die Schulden überall verringert.

Erstellt am 24. November 2017 (02:11)
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APA (dpa)

Der Bezirk weist einen Gesamtschuldenstand von knapp mehr als 52 Millionen Euro auf, das sind 970 Euro pro Kopf (siehe Grafik rechts). Dem gegenüber steht eine freie Finanzspitze von 7,7 Millionen Euro. Natürlich gibt es von Gemeinde zu Gemeinde gravierende Unterschiede, wie zum Beispiel ein Vergleich von Riedlingsdorf (schuldenfrei) mit Schandorf (1.941 Euro Schulden pro Kopf) beweist.

Die kleinste Gemeinde im Bezirk hat übrigens das bisher immer an der (negativen) Spitze liegende Markt Neuhodis abgelöst – jeder Schandorfer steht quasi mit 1.941 Euro in der Kreide. Im Vergleich zu 2010 ist das trotz des „Spitzenplatzes“ dennoch ein Rückgang von mehr als elf Prozent. „Die hohen Schulden liegen darin begründet, dass mein Vorgänger ein großes Sanierungsprojekt durchgezogen hat, angefangen von Straßen über Kanal bis hin zur Straßenbeleuchtung“, sagt Bürgermeister Werner Gabriel (SPÖ).

Ganz anders hingegen in Riedlingsdorf, das schuldenfrei ist. „Für uns ist das nichts Neues, wir geben einfach nur Geld aus, das wir haben – ich führe die gute Arbeit meiner Vorgänger weiter“, sagt Riedlingsdorfs Ortschef Wilfried Bruckner (SPÖ) im Gespräch mit der BVZ. Aber auch er muss zugeben, dass „es generell immer schwieriger für Gemeinden wird, was das Finanzielle betrifft“.

Schulden werden insgesamt weniger

Ein Blick auf die Grafik zeigt, dass es den meisten Gemeinden gelungen ist, ihren Pro Kopf-Schuldenstand verglichen mit dem Jahr 2010 zu verringern. Negative Ausreißer sind Dt. Schützen-Eisenberg, Mischendorf, Oberdorf, Oberwart, Pinkafeld, Rotenturm, Stadtschlaining und Wolfau – allesamt Kommunen, in denen in der vergangenen Legislaturperiode größere Projekte umgesetzt wurden und so den höheren Schuldstand erklären.