AMS hat 1.100 Jobs seit Jänner vermittelt. Der Arbeitsmarkt entspannt sich im Bezirk Oberwart. Trotz der guter Quote sind noch immer viele Jobs unbesetzte.

Von Carina Fenz. Erstellt am 12. September 2018 (04:02)
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Weniger Personen müssen zum AMS
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Seit Beginn des Jahres ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk Oberwart um elf Prozent gesunken. Ein Grund: „Viele Unternehmen profitieren von der guten Konjunktur, die Auftragsbücher sind voll, eine Auslastung ist beim vielen bis Ende dieses Jahres gegeben, das ist auch für den Arbeitsmarkt entspannend“, weiß AMS-Leiter Dietmar Strobl.

Besonders erfreulich sind die Zahlen bei den älteren Personen. „Vor allem bei den 50+ Arbeitslosen ist der Rückgang mit über zehn Prozent sehr positiv zu bewerten“, sagt Strobl. Der Konjunkturmotor brummt, das AMS Oberwart bekommen permanent mehr freie Stellen angeboten — dieser Trend setzt sich seit Jahresbeginn fort. „Obwohl wir seit Jahresbeginn mehr als 1.100 Stellen abdecken konnten, sind noch 200 Stellen offen“, weiß Strobl. Probleme gibt es nach wie vor im Facharbeiterbereich. „Freie Arbeitsplätze gibt es so gut wie in allen Branchen, aber vor allem Facharbeiter und Gastronomiepersonal sind heiß begehrt“, so Strobl.

Facharbeitermangel nach wie vor spürbar

Schwierigkeiten gibt es oft wegen mangelnder Qualifikation, fehlender Flexibilität oder schlechter Mobilität. „Führerschein und eigener Pkw sind oft Grundvoraussetzungen für einen neuen Job“, weiß Strobl.

In Sachen Jugendarbeitslosigkeit sind die Nachrichten im Bezirk Oberwart vorsichtig positiv. Im Vergleichszeitraum zum Vorjahr ist Arbeitslosigkeit sowohl bei den bis 19-jährigen, als auch bei den bis 24-jährigen gesunken.

Nach wie vor spürbar ist, dass die Schere zwischen offenen Lehrstellen und Lehrstellensuchenden, die weiter auseinandergeht. „Momentan sind 16 Lehrstellen im Bezirk offen. Ein Großteil der gemeldeten Lehrstellen, wurden bereits im Sommer abgedeckt. Wir merken aber auch, dass das Interesse an Lehrberufen immer mehr sinkt“, so Strobl.