Aus Liebe teure Sportuhren gestohlen. Diversion für Ex-Mitarbeiter eines Sportgeschäftes – 1300 Euro Geldbuße.

Von Elisabeth Kirchmeir. Erstellt am 12. April 2019 (12:34)
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Wegen schweren gewerbsmäßigen Diebstahls musste sich am vergangenen Freitag ein bislang unbescholtener 22-jähriger Mann aus dem Bezirk Oberwart vor Gericht verantworten.

Als Mitarbeiter eines Sportgeschäftes hatte der junge Mann von April bis Anfang Oktober 2018 Garmin-Sportuhren jeweils nach Arbeitsende über den Mitarbeitereingang mitgenommen.

Zuvor hatte er die Uhren im internen System des Unternehmens zum Versand an eine andere Filiale bereitgestellt. Anstatt die Uhren jedoch zu verschicken, schleuste er sie aus dem Geschäft und verkaufte sie an drei Abnehmer weiter.

"Wollte Freundin etwas bieten"

Das Motiv für die Straftaten war ein romantisches: Der junge Mann gab an, er habe seiner Freundin „etwas bieten wollen“.

Der Wert der gestohlenen Sportuhren betrug 7.639,34 Euro; gutgemacht wurde der Schaden vorerst vom Vater des Angeklagten. Der Sohn stottert diesen Betrag in Raten ab.

17 Uhren verschwanden, zu 14 schuldig bekannt

Bei der Polizei war der Uhren-Dieb gleich reumütig geständig gewesen. Er habe aber nur 14 Uhren gestohlen. Die Filialleitung vermisste jedoch 17 Sportuhren; die Staatsanwaltschaft ging in der Anklage ebenfalls von 17 gestohlenen Uhren aus.

„Bei 14 Uhren wusste ich, an wen ich sie verkauft habe“, sagte der junge Mann vor Gericht. Der Schaden sei für alle 17 Uhren gutgemacht worden. „Mir tut es von ganzem Herzen leid“, sagte der Angeklagte vor Gericht. „Es war eine gute Firma, bei der ich viel gelernt habe.“

Mittlerweile hat er einen neuen Job gefunden - nunmehr bei einem Sportgeschäft in Wien.

Richterin Karin Knöchl bot dem 22-Jährigen eine Diversion an. Wenn dieser 1300 Euro Geldbuße und 200 Euro Pauschalkosten bezahlt, wird das Verfahren gegen ihn eingestellt.

Die Staatsanwältin erklärte sich mit dieser Vorgangsweise einverstanden.