Bankkonto für Betrug zur Verfügung gestellt?

Erstellt am 25. September 2022 | 04:25
Lesezeit: 2 Min
Gericht
Foto: NOEN, Erwin Wodicka
Betrüger versuchten, eine Oberwarter Firma zur Überweisung von 9.755 Euro zu bewegen. Der Betrag sollte über das Konto eines damals 23-Jährigen laufen. Freispruch für Angeklagten.
Werbung

Am 21. Dezember 2016 hatten Betrüger versucht, eine in Oberwart ansässige Firma zu täuschen und zur Überweisung von 9.755 Euro zu bewegen, obwohl sie auf das Geld keinen Anspruch hatten. Das Geld sollte auf das Konto eines damals 23-jährigen gebürtigen Nigerianers überwiesen werden.

Dieser Mann wurde ausgeforscht und stand vorige Woche vor Gericht. Mit einigen Minuten Verspätung tauchte der Mann, der jetzt in Graz lebt, im Gerichtssaal auf. Er sei direkt von der Nachtschicht angereist, entschuldigte er sich. Der heute 28-Jährige bekannte sich nicht schuldig.

Er habe 2016 sein Konto einem Jugendfreund zur Verfügung gestellt, der behauptet hatte, selbst keinen Zugriff auf sein eigenes Konto zu haben. „Ich konnte nicht riechen, dass etwas im Gebüsch ist“, meinte der Angeklagte.

Auf sein Konto sei ein Betrag von etwa 19.000 Euro überwiesen worden, diesen Betrag habe er wie von seinem Freund gewünscht weiterüberwiesen. Wegen Geldwäsche-Verdachts sei dann sein Konto geschlossen worden.

Angeklagter: „Fühle mich selbst betrogen“

„Ich fühlte mich selbst betrogen“, sagte der Angeklagte.

Der 28-Jährige wurde vom Betrugsvorwurf freigesprochen. Die näheren Umstände der Betrugshandlungen könnten nicht mehr nachvollzogen werden, argumentierte die Richterin. Außerdem sei bei dem angeklagten Faktum gar kein Geld überwiesen worden.

„Ich bin jetzt sehr vorsichtig, was andere Leute betrifft“, sagte der Angeklagte.

Werbung