Bürgerinfoabend: Neue 110kV-Leitung

Erstellt am 18. November 2021 | 04:32
Lesezeit: 2 Min
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Foto: Stebenkov Roman, Shutterstock.com
Das Stromleitungsnetz von Oberpullendorf nach Rotenturm wird ausgebaut. Läuft alles nach Plan, geht es 2025 in Betrieb.
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Eine neue Mittelburgenland-Leitung auf der Spannungsebene 110-kV soll künftig vom Umspannwerk Oberpullendorf nach Rotenturm in das dortige Umspannwerk führen. Laut Energie Burgenland ist ein weiterer Netz-Ausbau zwingend nötig, da Stromerzeugung nicht mehr an zentralen Standorten in wenigen großen Kraftwerken erfolgt, sondern bereits aktuell über das ganze Land verteilt 470 Windräder und 7.600 Photovoltaikanlagen Energie aus Wind und Sonne produzieren.

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Mittelburgenland-Leitung. Diese wird vom Umspannwerk Oberpullendorf über die Gemeinden Steinberg-Dörfl, Draßmarkt, Unterrabnitz-Schwendgraben, Pilgersdorf, Unterkohlstätten und Stadtschlaining bis ins Umspannwerk Rotenturm führen, wo die Anbindung an das 380kV-Netz der Austrian Power Grid erfolgt.
Foto: BVZ

Um diese Energiequellen in Zukunft noch stärker zu nutzen und so die Klimaziele von Land, Bund und EU zu erreichen, erfordere es stärker zusammenhängender Netze, um Erzeugung und Bedarf in jeder Sekunde ausgleichen und die erzeugte Energie abtransportieren zu können. „Die Netz Burgenland GmbH arbeitet permanent an der Verstärkung und am Ausbau ihres Stromnetzes, um das ambitionierte Ziel der ‚Energieautarkie 2030‘ zu ermöglichen.

So kann zusätzliche Ökoenergie ins Stromnetz eingespeist und gleichzeitig die hohe Versorgungssicherheit weiterhin gewährleistet werden“, heißt es von der Netz Burgenland. Bei einer Infoveranstaltung am 19. November (18 Uhr) in der Messehalle in Oberwart soll das Projekt der Bevölkerung präsentiert und etwaige Fragen durch Experten beantwortet werden. „Bereits zuvor hat man das Projekt in den Orten Rotenturm, Schlaining, Mariasdorf und Unterkohlstätten, jenen Gemeinden, in denen die Leitung durchgeht, präsentiert“, heißt es seitens der Netz Burgenland.

Dieses muss auch einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen werden. Wie seitens der Netz Burgenland auf Anfrage der BVZ bestätigt wurde, hat man die ursprünglich geplante Trasse im Bereich Dörfl bereits im Vorfeld wegen eines schützenswerten Vogelvorkommens abgeändert.

Im besten Fall soll die neue Mittelburgenland-Leitung im Jahr 2025 in Betrieb genommen werden.

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