Chaletdorf Hannersberg: Eröffnung noch im Frühjahr. Am Hannersberg im Bezirk Oberwart entsteht das Chaletdorf Hannersberg – angeschlossen an den erfolgreichen Gastronomiebetrieb, bekannt als „Hochzeitsberg“. Geplant sind 35 naturnahe Chalets, eröffnet wird noch im Frühjahr.

Von Redaktion BVZ.at. Erstellt am 05. März 2021 (14:03)
Hannersberg Drohnenperspektive
Hannersberg Drohnenperspektive
Robert Brünner

Schon lange gibt es Überlegungen, das Angebot am Hannersberg durch Nächtigungsmöglichkeiten zu komplettieren. Jetzt ist es so weit. Geplant ist, 35 Chalets in Vollholzbauweise zu errichten, einige davon können zu 42m² großen Appartements verbunden werden.

Jedes Chalet bekommt eine private Terrasse und wird mit Klimaanlage, einem hochwertigen Boxspringbett und einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ausgestattet.

Wir hatten am Donnerstag berichtet:

Eröffnet wird noch im Frühjahr 2021. Da Geschäftsführerin Anna Malinovic und Gründer Ronald Gollatz seit Jahren über ein Zimmerangebot nachgedacht haben, konnten die Planungen jetzt sehr schnell abgeschlossen werden. Die Bauart mit dem hohen Vorfertigungsgrad ermöglicht die extrem kurze Bauphase vor Ort.

Den entscheidenden Impuls, die Pläne zu realisieren, gab das einstimmige Vertrauen seitens des Gemeinderats in Hannersdorf und der Zuspruch, den Malinovic und Gollatz in der PULS 4 Startup-Show „2 Minuten, 2 Millionen“ bekommen haben. Mehr darf dazu noch nicht verraten werden.

Schon aus den Hochzeiten am Hannersberg entstehen rund 5.000 Nächtigungen. Dazu kommen der stark wachsende sanfte Tourismus im Südburgenland, neue touristische Projekte, die Nähe zu den Ballungsräumen Wien und Graz und die Potenziale, die Chalets für neue Angebote über die Hauptsaison hinaus zu nutzen.

Eine Unterkunft für Gäste direkt auf dem Grundstück werde die Position vom Hannersberg als „Hochzeitsberg“ im Premium-Segment festigen, meint Geschäftsführerin Anna Malinovic: „Es gibt eigentlich nur zwei Gründe, warum sich Brautpaare nicht für eine Hochzeit am Hochzeitsberg entscheiden: Der erste ist, dass der Wunschtermin vergeben ist. Der zweite, dass die Gäste eine Location möchten, wo die Gruppe übernachten kann. Dieses Thema packen wir jetzt an.“

„Unser Hannersberg kommt nach Corona schöner und kompletter zurück, denn je. Eigentlich ist es grotesk: Einerseits leben wir zwischen Kurzarbeits- und Fixkostenzuschüssen, andererseits investieren wir mehr denn je. Im Vorjahr der Wintergarten, neue Terrassen, jetzt das Chaletdorf. Für uns der größte und wichtigste Schritt. Unser Ziel ist es, damit auch die Saison auszudehnen und neue Gäste ins Südburgenland zu holen. Dadurch möchten wir auch Arbeitsplätze absichern und unsere Partnerbetriebe stärken. Wir setzen voll auf die Zukunft, natürlich auch im Wissen, dass wir schon jetzt Anfragen für Feste im Jahr 2023 haben“, so Gründer Ronald Gollatz.

Bürgermeister Gerhard Klepits: „Ich unterstütze das Projekt und bin davon überzeugt, dass  Hannersdorf durch das Chaletdorf Hannersberg einen touristisch nachhaltigen Impuls bekommen wird. Es wertet auch unseren Badesee auf und passt auch perfekt zur geplanten touristischen Aktivierung der Ausgrabungsstätten in Burg und Schandorf und dem Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse.“

Ins selbe Horn stößt Tourismusdirektor Didi Tunkel: „Ich freue mich über dieses Projekt. Ich kenne und schätze den Hannersberg. Das Südburgenland erlebt einen enormen touristischen Aufschwung. Ich bin sicher, dass das Chaletdorf Hannersberg funktionieren wird -  es kommt zum richtigen Zeitpunkt und die Einbettung am Weinberg und die besonders naturnahe Bauweise treffen den Zeitgeist auf den Punkt.“

Planung und Fertigung durch und durch in burgenländischer Hand

Für die Fertigung der Chalets in Vollholzbauweise wurde die Handler Bau GmbH in Neutal (Bezirk Oberpullendorf) als Generalunternehmer betraut, die Planung und Begleitung erfolgt durch Architekt Martin Schwartz aus Oberwart. 

„Wichtig sind uns die harmonische Einbindung in die Landschaft und die Verwendung naturnaher Baustoffe. Österreichisches Holz wird prägnant sein. Weder das Ambiente in der Kellergasse, noch die Aussicht vom und zum Hannersberg werden sich verändern, da es keine Verbauung von Kuppenlagen gibt. Die Außenanlage ist als Blumenwiese gedacht“, erklärt Martin Schwartz.

„Die detaillierte Planung der Module vorab und der hohe Vorfertigungsgrad bieten den großen Vorteil, dass die Bauphase vor Ort sehr kurzgehalten werden kann. Hinzu kommt, dass durch die modulare Bauweise der einzelnen Chalets die Bewegung in der Landschaft gering bleibt“, führt Michael Schranz, Geschäftsführer von Handler Bau, aus. Sämtliche Chalets werden in der großen Produktionshalle in Neutal gefertigt.