Gemeinderatswahlen: 32 Orte, 32 Chancen

Erstellt am 29. September 2022 | 05:10
Lesezeit: 4 Min
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Foto: BVZ
50.691 Personen sind im Bezirk Oberwart aufgerufen, ihre Stimme abzugeben, um Bürgermeister und Gemeinderäte zu wählen. 13,84 Prozent davon haben bereits gewählt.
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277.473 Personen, davon 50.691 im Bezirk Oberwart dürfen bei den Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen am 2. Oktober wählen gehen. Mit 26.134 Personen sind davon mehr Frauen, als Männer wahlberechtigt. Burgenlandweit haben am vorgezogenen Wahltag 13,84 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme bereits abgegeben.

Der Bezirk Oberwart lag mit einer Wahlbeteiligung von 14,82 Prozent im ersten Drittel. Nur in den Bezirken Oberpullendorf (17,53 Prozent) und Güssing (17,31 Prozent) nützten noch mehr die Gelegenheit ihre Stimme vorzeitig abzugeben.

„Die steigende Wahlbeteiligung am vorgezogenen Wahltag bestätigt, wie wichtig dieses Angebot für die Wählerinnen und Wähler ist. Wichtig sei jedoch, dass auch diejenigen, die heute noch nicht wählen waren, am 2. Oktober von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen“, ruft Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf die Burgenländerinnen und Burgenländer auf zur Wahl zu gehen.

Die am vorgezogenen Wahltag abgegebenen Stimmen werden übrigens bis zum 2. Oktober verschlossen aufbewahrt und erst nach Wahlschluss mit den übrigen abgegebenen Stimmen ausgezählt.

Neue Bürgermeister in vier Orten garantiert

Besonders spannend dürfte der Wahltag in Bad Tatzmannsdorf, Großpetersdorf, Mariasdorf und Oberdorf werden, denn in diesen Gemeinden wird es fix einen neuen Ortschef geben. Bereits im April dieses Jahres hat Gert Polster (SPÖ) seinen Rücktritt aus der Gemeindepolitik in Bad Tatzmannsdorf bekanntgegeben. Ihm nachfolgen wollen Christine Kotschar (SPÖ) und Stefan Laimer (ÖVP). Auch in Mariasdorf tritt Ortschef Reinhard Berger (SPÖ) nicht mehr zur Bürgermeisterwahl an. Hier heißt der neue Ortschef entweder Wolfgang Nothnagel (SPÖ), Markus Taucher (ÖVP) oder Helmut Draganits (FPÖ). Auch in Großpetersdorf steht ein Bürgermeisterwechsel an. Wolfgang Tauss (SPÖ) wird im Herbst nicht mehr kandidieren. Als Nachfolger stehen Harald Kahr (SPÖ), Lukas Faulhammer (ÖVP), Nino Grossmann (FPÖ) oder Günter Ranftl (Grüne) zur Wahl.

In Oberdorf wird sich Wolfgang Brunner (ÖVP) nicht mehr der Wahl stellen. Die SPÖ stellt mit Roman Dietrich einen Kandidaten, die Liste Oberdorf mit Josef Engelmayer.

ÖVP stellt mehr Ortschefs, SPÖ kandidiert in 32 Orten

Aktuell hat die ÖVP mit 18 Bürgermeistern übrigens im Bezirk Oberwart die Mehrheit, die SPÖ stellt 14 Bürgermeister. In Bad Tatzmannsdorf, Hannersdorf, Kohfidisch, Loipersdorf-Kitzladen, Markt Neuhodis und Wolfau haben die Bürgermeister aktuell keine Mehrheiten im Gemeinderat.

Die SPÖ und ÖVP treten in allen 32 Gemeinden des Bezirks Oberwart an. Während die SPÖ auch in allen Gemeinden einen Bürgermeisterkandidaten stellt, tritt die ÖVP in 31 Gemeinden zur Bürgermeisterwahl an. Nur in Oberdorf hat man es nach dem überraschenden Rückzug von Wolfgang Brunner (ÖVP) nicht mehr geschafft, einen Kandidaten zu stellen. In Oberschützen gibt es mit fünf Bürgermeisterkandidaten übrigens die meisten in einer Gemeinde.

Grüne nur in drei Orten, FPÖ in 17 Gemeinden

Die Grünen können sich aufgrund von Personalproblemen in Oberwart, Pinkafeld und Litzelsdorf nicht mehr der Wahl stellen. Sie treten nur in drei Gemeinden, nämlich Oberschützen, Großpetersdorf und Weiden bei Rechnitz an, in Großpetersdorf und Oberschützen stellen sie mit Günter Ranftl und Wolfgang Spitzemüller auch einen Bürgermeisterkandidaten. Die FPÖ tritt in 17 Gemeinden an und geht in neun Orten auch in die Bürgermeisterwahl.

MFG und Liste Klartext erstmals dabei

Die MFG mischt sich in Oberschützen und Schachendorf in den Wahlkampf ein. Mit Landessprecher Helmut Eller stellt man in Oberschützen auch einen Bürgermeisterkandidat. Die Liste Klartext wird in Kemeten, Oberwart, Rechnitz, Stadtschlaining, Markt Neuhodis und Bernstein kandidieren. In beiden letzteren Gemeinden auch bei der Bürgermeisterwahl.

Sechs Bürgerlisten und NEOS nur in Pinkafeld

Bürgerlisten gibt es bei den Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen in Markt Allhau, Jabing, Hannersdorf, Oberdorf, Riedlingsdorf und Wolfau. Die NEOS kandidieren nur in Pinkafeld, stellen dort mit Edi Posch aber auch einen Bürgermeisterkandidaten.

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