Hunde starben durch Giftköder. Familie in Jormannsdorf verliert zwei Hunde durch giftige Köder im eigenen Garten. Weiterer Fall in Eisenzicken via Facebook bekannt geworden.

Von Vanessa Bruckner. Update am 07. November 2018 (09:12)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Qualvoll verendet. Der Welpe Nora (links) und die achtjährige Chihuahua-Hündin Kitty starben binnen weniger Wochen an einer Vergiftung.
zVg

„Das Gift war wohl für einen Marder bestimmt, gefressen haben es allerdings unsere Hunde“, berichtet Karina Mihala-Pausz aus Jormannsdorf, deren beide Hunde binnen weniger Wochen qualvoll an den Folgen einer Vergiftung starben. Besonders brisant: Die Giftköder waren „in einer Wurst versteckt und in unserem Garten ausgelegt.

BVZ

„Wir haben zwei kleine Kinder. Nicht auszudenken, was passiert, wenn eines der Kids den Köder findet und isst“, so die Mutter von Zwillingen.

 

Sowohl der behandelnde Tierarzt als auch ein Polizeibeamter, der zugleich Jäger ist, waren sich, laut Mihala-Pausz, schnell sicher, dass es sich um einen Giftköder handelte. Bad Tatzmannsdorfs Bürgermeister Gert Polster will in den kommenden Tagen ein Informationsschreiben an die Bewohner schicken.

Akuthilfe mit Kohletabletten

Via Facebook wurde in Eisenzicken unterdessen ein weiterer Fall einer Katze, die angeblich an den Folgen einer Vergiftung verendete, bekannt. Bei der Bezirkshauptmannschaft sind bislang allerdings keine weiteren Anzeigen eingegangen, bestätigt Bezirkshauptmann Helmut Nemeth auf Nachfrage der BVZ.

Tierarzt Gernot Michalek über erste Anzeichen einer Vergiftung: „Wenn ihr Tier plötzlich und heftig erbricht, Brechdurfall bekommt oder Schaum vor dem Maul hat, dazu zittert und von Krampfanfällen geplagt wird, sollten sie schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen. Tierkohle oder Kohletabletten aus der Humanmedizin können im Notfall auch Erste Hilfe leisten.“