Mehr Arbeit in Stadt und Bezirk. Die Arbeitslosigkeit geht im Bezirk Oberwart um vier Prozent zurück und es gibt mehr offene Stellen, meldet das AMS.

Von Carina Fenz. Erstellt am 15. Januar 2020 (04:04)
Symbolbild
APA (Pfarrhofer)

Arbeitslosigkeit. Während es im Burgenland-Schnitt 2019 rund vier Prozent weniger Arbeitslose als 2018 gab, steigt die Zahl im Bezirk Jennersdorf. Den deutlichsten Rückgang verzeichnete Güssing und Mattersburg.
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Laut der Jahresbilanz des Arbeitsmarktservice Burgenland (AMS), geht die Arbeitslosigkeit landesweit leicht zurück. „Ein Grund ist die günstige Witterung, damit läuft es besser als prognostiziert“, freut sich AMS Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl. Auf 106.100 Beschäftige im Jahr 2019 kamen 8.411 Arbeitslose (7,4 Prozent), ein Minus von 3,9 Prozent. Im Österreich-Schnitt sank die Arbeitslosenrate um 1,6 Prozent.

Mehr offene Stellen, weniger Arbeitslose

Im Bezirk Oberwart gab es davon 1.913 Arbeitslose, das bedeutet ein Minus von 82 oder 4,1 Prozent. Am stärksten zurück ging die Arbeitslosigkeit im Bezirk Güssing (minus 8,3 Prozent), der einzige Bezirk mit mehr Arbeitslosen ist Jennersdorf (plus 5,3 Prozent). Die Zahl der offenen Stellen stieg in allen Bezirken.

Stadt: Landesweit stärkster Rückgang

Während es in den Bezirken Mattersburg und Güssing noch mehr Arbeitslosen-Rückgänge gab, liegt die Stadt Eisenstadt bei den Bezirkshauptstädten vorne. Während in der Landeshauptstadt 2018 noch 450 Arbeitslose gemeldet waren, bedeuten die 424 im Jahr 2019 ein Minus von 5,9 Prozent. Mehr Arbeitslosigkeit als im Vorjahr gab es in Neusiedl am See, Oberwart und vor allem Jennersdorf (plus 12 Prozent).

Branchen: Metaller gesucht

Bei den Berufsbranchen ist die Zahl der Arbeitslosen mit Jahresende 2019 am größten bei Hilfsberufen (1.608), am Bau (1.577), im Büro (1.436) und Handel (1.099) sowie Fremdenverkehr (855). Das größte Stellenangebot verzeichnen die Branchen Metall-Elektro (131) sowie – trotz vieler Arbeitssuchender – der Handel (128) und der Fremdenverkehr (101).

Es gab im Dezember zwei Prozent weniger männliche Arbeitslose, die Zahl der weiblichen Arbeitslosen blieb konstant.