Mit einer Spende ein Leben gerettet. Mit den Stammzellen einer Kirchfidischerin wurde einem Menschen die Chance auf ein neues Leben gegeben.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 14. September 2019 (03:37)
BVZ
Doris ist mit ihrer Stammzellenspende die 131. Lebensretterin. Sie erzählt, wie es ihr bei der Spende ergangen ist.

Bei der Typisierungsaktion im Krankenhaus Güssing im vergangenen November hat sich auch Doris in die Kartei aufnehmen lassen. „Ich habe dann gar nicht mehr daran gedacht, und war total überrascht und aufgeregt, als ich bereits im Frühling dieses Jahres verständigt wurde, eventuell als Stammzellenspenderin für einen Leukämiepatienten in Frage zu kommen. Da ich helfen wollte, war ich natürlich bereit, meine Stammzellen zu spenden“, erzählt die 44-jährige.

Bereits eine Woche später wurde bei einer Blutuntersuchung festgestellt, dass sie wirklich die geeignete Spenderin war. „Schon 2 Wochen darauf wurde ich dann verständigt, dass es nun soweit wäre und meine Spende benötigt werden würde. Rund zwei Monate war dann eine genaue Voruntersuchung bei der AKB in Bayern, zu der mich mein Sohn Philipp begleitete. Bereits drei Tage später erfolgte die Freigabe zur Spende“, berichtet die Kirchfidischerin.

„Die Betreuung in Gauting war sehr professionell und die Vorbereitung vier Tage vorher mit den Spritzen, verlief, bis auf einmalige krampfartige Bauchschmerzen, beinahe komplikationslos. Umso heftiger war dann die Spende selbst, da sie bei mir fünfeinhalb Stunden dauerte. Trotz aller Strapazen denke ich, dass es die richtige Entscheidung war, einem schwerkranken Menschen Hoffnung auf Leben gegeben zu haben. Ich hoffe, dass der Patient wieder völlig gesund wird.“