Probebetrieb erfolgreich: Brennstoff kommt aus Region. Nach einer Bauzeit von nur sechs Monaten wurde das größte Biomasse-Heizwerk in den Regelbetrieb genommen.

Von Carina Fenz. Erstellt am 10. April 2019 (04:19)
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Die Energie Burgenland investierte 2,9 Millionen Euro in das neue Fernwärmeheizwerk und weitere 1,7 Millionen Euro in das Fernwärmenetz.
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Am Freitag der Vorwoche wurde das Fernheizwerk offiziell eröffnet, der Probebetrieb läuft bereits seit November. Die Energie Burgenland investierte 2,9 Millionen Euro in das neue Fernwärmeheizwerk und weitere 1,7 Millionen Euro in das Fernwärmenetz. Unter anderem werden das Krankenhaus, sämtliche Gemeindeobjekte, das Einkaufszentrum eo, die Zentralmusikschule sowie das Gebäude der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft mit erneuerbarer Wärme versorgt. Das neue Fernheizwerk wird mit Biomasse – gespeicherter Sonnenenergie – betrieben.

Waldhackgut kommt aus der Umgebung

„Bei dem Projekt wird auch auf langfristige Nachhaltigkeit geachtet. So wird als Brennstoff regionales Waldhackgut aus einem Umkreis von 50 Kilometern eingesetzt, das den Bedarf von 3.500 Tonnen absolut trockenen Holzes abdeckt“, erklärt Vorstandsvorsitzender Michael Gerbavsits. Ein Wärmespeicher mit einem Fassungsvolumen von 214 Kubikmetern ist der größte Pufferspeicher der Energie Burgenland.

Moreza Fesharaki, Ilse Frühwirth, Vorstandsdirektor Alois Ecker, Wolfgang Trimmel, Vorstandsvorsitzender Michael Gerbavsits, Matthias Lehner, Landesrätin Astrid Eisenkopf, Klaus Maras, Leo Riebenbauer, Raimund Ziegler, Gerhard Glinzerer, Josef Unger, Hannes Merl und Christian Ritter.
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Der Biomassekessel selbst hat eine Leistung von bis zu fünf Megawatt. „Die Digitalisierung ist auch bei diesem Projekt ein großes Thema. So werden Prozesse wie die Holzbestellung und die Holzübernahme über eine App ermöglicht und damit optimiert und automatisiert“, erklärt Alois Ecker, Vorstandsdirektor der Energie Burgenland, im Zuge der Eröffnung.