Raiffeisen schließt sechs Bankenstellen im Bezirk . Trotz der Schließung von sechs von 19 Kleinstbankstellen bleibt die Raiffeisenbezirksbank mit 13 Filialen klare Nummer eins im Bezirk. Jobs bleiben alle erhalten.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 22. November 2017 (05:32)
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Symbolbild
APA, Helmut Fohringer

Die Raiffeisenbezirksbank schließt per 7. Dezember sechs Kleinstbankstellen im Bezirk, betroffen sind Wiesfleck, Mariasdorf, Riedlingsdorf, Loipersdorf, Kemeten und Mischendorf.

Keine leichte Entscheidung

Für die Kunden bedeutet das, dass sie künftig auf die nächstgelegene Bankstelle ausweichen müssen, dort werden sie auch ihren bisherigen Betreuer vorfinden, zusätzlich wird es einen wöchentlichen kostenlosen Shuttledienst geben, wie Direktor Karl Kornhofer verspricht: „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, aber aufgrund regulatorischer und sicherheitstechnischer Bestimmung ist es uns leider nicht möglich, diese Bankstellen wirtschaftlich zu betreiben.“ Aufgrund der Vorgaben sei es derzeit nämlich so, dass für den Verkauf bestimmter Finanzprodukte spezielle Schulungen absolviert werden müssen.

„Kleine Bankstellen können die gesetzlichen Anforderungen nicht mehr erfüllen“, sagt Direktor Kornhofer.
BVZ

„Dieses Service können Kleinstbankstellen einfach nicht erbringen, dazu braucht es Spezialisten“, unterstreicht Direktor Karl Nika. Außerdem könne die Sicherheit der Mitarbeiter und Kunden in größeren Bankstellen besser gewährleistet werden. Zusätzlich kommen auch Bevölkerungsentwicklung und geändertes Kundenverhalten zum Tragen.

„Die Beratungen werden zum Schutz der Konsumenten immer umfangreicher, mit unseren 13 Bankstellen werden wir weiter die Bank der Region bleiben“, betont Kornhofer

In dieser Woche werden alle Haushalte über die Änderungen informiert, den Kunden wird der Wechsel in eine neue Bankstelle so einfach wie möglich gemacht: „Die Kontonummern bleiben natürlich gleich, ebenso wie die zugeordneten Berater. Es ändert sich nur die Bankstelle, die über ein größeres Team an Mitarbeitern und einen besser ausgestatteten SB-Bereich (Anmerkung: Selbstbedienung) verfügt“, sagt Kornhofer. Auch für seine Mitarbeiter bleibt bis auf den Dienstort alles beim Alten, alle Arbeitsplätze bleiben erhalten.

„Der Schlüssel für den Erfolg des Bankgeschäftes liegt künftig stärker in der Qualität der Kundenbetreuung in leistungsfähigen Bankstellen denn in den Kilometer zur nächsten Bankstelle“ so Rudolf Könighofer, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Burgenland abschließend.

Fokus auf Kundenbetreuung

Die Filialen in Oberschützen und Pinkafeld wurden kürzlich umgebaut, 2018 ist das auch für Bernstein geplant. Fünf der per 7. Dezember geschlossenen Objekte stehen im Eigentum von Raiffeisen, eines ist in Miete. Über deren Zukunft werden bereits Gespräche geführt.