Schwerer Vorwurf: Tochter vergewaltigt?. Nach Trennung von der Gattin soll ein 49-Jähriger seine 14-jährige Tochter missbraucht haben.

Von Elisabeth Kirchmeir. Update am 08. März 2017 (16:10)
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NOEN, Erwin Wodicka

Der Vorfall soll sich während eines Besuchswochenendes im November 2014 zugetragen haben: Dem 49-jährigen Vater zweier Töchter wird vorgeworfen, er habe damals das ältere, 14-jährige Mädchen vergewaltigt. Damit habe der Mann auch die Verbrechen der Blutschande und des Missbrauches eines Autoritätsverhältnisses verwirklicht, so Staatsanwältin Verena Strnad.

Vater drohte: „Es werde etwas passieren...“

Später soll der Vater seine Tochter mit der Drohung „Es werde etwas passieren...“ davon abgehalten haben, Anzeige zu erstatten, weshalb er auch wegen Nötigung angeklagt wurde. Vor Gericht bekannte sich der Mann vorige Woche nicht schuldig. Er lebt seit Oktober 2014 von seiner Frau getrennt, im April 2016 kam es zur Scheidung.

Massive Traumatisierung bei Opfer

Das mutmaßliche Opfer soll, so ihre Rechtsvertreterin, unter einer massiven Traumatisierung leiden. Vom Vater wird ein Teilschmerzensgeld in der Höhe von 5.000 Euro gefordert. Der Vater mache sich, so Verteidiger Roland Heindl, selbst große Sorgen um beide Töchter, zumal die Mädchen wegen psychischer Probleme stationär untergebracht gewesen seien.

Auch die jüngere Schwester und die Mutter hätten, so der Verteidiger, Vergewaltigungsvorwürfe geäußert. Das Verhältnis zu seinen Töchtern sei immer „normal“ gewesen. Er habe seine Töchter nicht geschlagen und trinke nur sehr selten Alkohol. Es sei ihm nicht klar, warum sich seine Frau von ihm trennte.

Die erwachsene Tochter der Ex-Frau, die aus einer früheren Beziehung stammt, berichtete, ihre Mutter habe sich von dem Angeklagten „nicht mehr angreifen lassen wollen“, sie habe auch nicht mehr im gemeinsamen Bett geschlafen.

Der Alkoholkonsum habe, so die Zeugin, bei ihrem Stiefvater zugenommen, auch sei er aggressiv gewesen. Der Prozess wurde vertagt. Ein psychologisches Gutachten soll die Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers klären.