Südburgenländische Regional-Bahn: Gleis-Abbau startet. Die Südburgenländische Regionalbahn hat begonnen, die Gleisanlagen zwischen Oberschützen und Bad Tatzmannsdorf abzubauen.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 25. April 2019 (13:36)
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Grundlage dazu ist ein rechtsgültiger Rückbaubescheid der Bezirkshauptmannschaft Oberwart vom Februar - in Abstimmung mit dem Amt der Burgenländischen Landesregierung. Es handelt sich dabei um das Teilstück von Kilometer 6,180 bis 8,111. Die Zukunft des Teilstücks zwischen Oberwart und Bad Tatzmannsdorf bleibt offen, der Eigentümer Südburgenländische Regionalbahn bietet wiederholt Gespräche an. 

In den vergangenen Jahren,  besonders im Sommer und Herbst 2018, fanden zwischen den Bürgermeistern der Gemeinden Oberschützen, Bad Tatzmannsdorf und Oberwart sowie Vertretern der Südburgenländischen Regionalbahn Gespräche statt, in denen eine Reihe von Möglichkeiten besprochen wurden, um die Bahn zwischen Oberwart und Oberschützen als solche zu erhalten.

"Unmöglich, Bahn alleine wirtschaftlich zu betreiben"

Franz Schuch, Geschäftsführer der Südburgenländischen Regionalbahn, sagt dazu: „Ich hatte immer den Wunsch, in der Region ein nachhaltiges Bahnprojekt zu verwirklichen. Aber ich musste mir eingestehen, dass es nicht möglich ist, diese Bahn alleine wirtschaftlich zu betreiben. Nun wird das Teilstück Bad Tatzmannsdorf – Oberschützen rückgebaut. Die Zukunft des Teilstücks Bad Tatzmannsdorf – Oberwart ist offen. Wir haben den Gemeindevertretern weitere Gespräche angeboten und auch seitens einzelner Tourismusverantwortlicher positive Signale vernommen.“

Die Südburgenländische Regionalbahn bedankt sich und lädt zu weiteren Gesprächen ein: „Wir haben für das Teilstück nach Oberschützen mit den Bürgermeistern und externen Experten gedanklich jeden Stein umgedreht, von rein touristischer Nutzung bis zur Nutzung zur technischen Forschung. Auch in den Konditionen sind wir uns gegenseitig so weit wie möglich entgegengekommen. Ich habe gleichzeitig aber auch Verständnis für die Bürgermeister, die mit öffentlichen Mitteln natürlich sehr gewissenhaft umgehen müssen.“

Schuch meint abschließend: „Es ist mir besonders wichtig, die Bürger offen über die aktuellen Entwicklungen und Visionen für das Teilstück Oberwart – Bad Tatzmannsdorf zu informieren. Wir hoffen auf eine gemeinschaftliche Lösung für dieses Teilstück.  Denkbar ist unter anderem die Nutzung als Bahn, aber auch als Rad- oder Spazierweg. Es braucht ein klares Bekenntnis und einen Schulterschluss der Region und des Landes einschließlich der Touristiker."

Mehr dazu und Statements der beteiligten Bürgermeister lest ihr in eurer nächsten BVZ-Printausgabe.