Tourismusverband plant Änderung: „Wie in einer Ehe“

Erstellt am 17. Dezember 2020 | 04:58
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Harald Popofsits begrüßte die zukünftige neue Struktur für Tourismusverbände im Burgenland.
Foto: BVZ
Das Südburgenland wird künftig statt vier nur mehr einen Tourismusverband haben. Hauptsitz soll in Güssing sein.
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Der Landtag hat in der Vorwoche der Novelle zum Burgenländischen Tourismusgesetz zugestimmt. Während es auf der einen Seite viel Kritik hagelt (siehe dazu Seite 6), begrüßt Harald Popofsits, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Oberwart/Güssing die Maßnahmen.

Mit der Gesetzesnovelle wird es künftig nur mehr drei große Teilverbände geben, einen davon im Südburgenland mit Hauptsitz in Güssing. „Die neue Struktur ist wie mit einer Ehe zu vergleichen“, trifft es Popofsits auf den Punkt. „Viele Spezialisten marschieren in eine Richtung, man kennt sich, man kennt den Partner und weiß in welche Richtung es geht“, begrüßt der Geschäftsführer den Beschluss. Der Übergang soll schnell gehen. „Es liegt jetzt am Land, die Struktur und auch die handelnden Personen zu definieren“, so Popofsits, der sich vorstellen könnte, sich als Geschäftsführer zu bewerben. „Natürlich muss das Anforderungsprofil passen“, meint er.

Im Süden tue man sich leichter, wie im Norden. „Wir hatten mit dem Südburgenland Tourismus schon einmal einen ähnlichen Zusammenschluss, auch wenn es hier nur ums gemeinsame Marketing ging“, erklärt Popofsits. In der neuen Struktur sollen auch die Ortstaxen künftig direkt an die Burgenland Tourismus GmbH gehen, die je nach Förderantrag weiter an die Gemeinden verteilt. Für Popofsits nicht unbedingt ein Problem: „In Wien funktioniert das schon seit Jahrzehnten so. Der Prozentsatz ist ja auch bei uns für alle gleich und ich könnte mir vorstellen, dass die Melde- und Abgabenmoral damit gesteigert werden könnte“, ist er überzeugt, dass die neue Abrechnungsmethode auch „längerfristig mehr Sinn machen würde“.

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