Trotz Trockenheit gute Qualität beim Wein

Erstellt am 30. September 2022 | 05:45
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8483582_owz39ak_weinlese_fd1_8833.jpg
Alle Hände voll zu tun. In den Weingärten der WinzerInnen im Südburgenland wird bereits fleißig Wein gelesen.
Foto: C. Fenz
Bei der diesjährigen Weinlese ist man im Bezirk Oberwart trotz trockener Sommermonate zufrieden.
Werbung

Die Winzerinnen und Winzer im Südburgenland haben derzeit alle Hände voll zu tun: Es ist Weinlese-Zeit. Während andere bereits ihre Arbeiten in den Weingärten abgeschlossen haben, ist es bei manchen Weinbauern erst in ein bis zwei Wochen soweit. Trotz der trockenen Sommermonate ist man mit der diesjährigen Weinernte zufrieden. Große Mengeneinbußen konnten fast überall vermieden werden.

Bereits abgeschlossene Ernte in Markt Neuhodis

In Markt Neuhodis hat man die Weinlese bereits abgeschlossen. Dort ist man mit der diesjährigen Ernte sehr zufrieden, große Mengendifferenzen zum Vorjahr gibt es nicht. „Die Menge ist sehr ähnlich wie im letzten Jahr. Wir haben Gott sei Dank noch den Regen gehabt inzwischen, in ganz Hodis hat sich niemand über die Weinlese beklagt“, so Rosi Tader vom Weinbau Buschenschank Tader in Markt Neuhodis.

Weniger Trauben, aber dafür stimmt Rechnitzer Qualität

In Rechnitz haben schon einige Weinbauern mit der Weinlese gestartet, so auch der Arkadenhof Mandl-Brunner. Bis auf den Blaufränkisch, wurden dort bereits alle Trauben gelesen. „Von der Menge her ist es, bedingt durch die Trockenheit, etwas weniger als im Vorjahr. Die Qualität ist aber sehr gut“, so Helga Brunner vom Rechnitzer Weingebirge. Beim Weingut Johann Kaiser in Rechnitz wird erst mit der Weinlese begonnen. „Wir lesen erst nächste Woche“, heißt es vom Weingut. Wie die diesjährige Ernte dort ausgefallen ist, kann man bis dato noch nicht sagen.

Ein guter Jahrgang am Eisen- und Csaterberg

Auch am Eisenberg ist man mit der Weinlese noch nicht ganz fertig. „Wir haben den Weißwein und Rosé im Keller und fangen nächste Woche mit dem Rotwein an“, so Regine Polczer. Auch dort ist man trotz der Trockenheit mit der Qualität und Ernte sehr zufrieden. „Es hat sich alles wieder gut erholt, wir haben eine super Qualität“, so Polczer.

Am Csaterberg spricht man ebenfalls von einem guten Jahr. „Es war eine sehr gute Lese, wir haben schönes Traubenmaterial geerntet“, so Kathrin Stubits vom Weingut Stubits. Auch dort machte die Trockenheit dem Ertrag der Weintrauben wenig zu schaffen.

Hannersberg erntet wenig Trauben, aber dafür Hagel

Am Hannersberg hatte man Anfang Mai mit Hagel zu kämpfen. Dieser hat sich negativ auf die Ernte der Weinbauern ausgewirkt, die Qualität der Trauben wurde dadurch allerdings nicht beeinflusst. „Durch den Hagel haben wir bis zu 85 Prozent Schaden erlitten. Der Ertrag in diesem Jahr ist sehr minimal“, so Weinbauer Roland Hörist. Auch die Weinstöcke des Weinbauern Marcus Wagner wurden Opfer des Hagels im Frühjahr. „Wir konnten nur zehn Prozent der Menge ernten. Aber das, was drauf geblieben ist, hat eine gute Qualität. Das sollte ein guter Jahrgang werden“, so Marcus Wagner. Die Weinlese der weißen Trauben wurde dort bereits abgeschlossen, aufgrund des Regens soll in zwei Wochen mit den roten Trauben begonnen werden.

Werbung