Wetter im Rückblick: Jänner extrem mild. Österreichweit war der Jänner der drittwärmste seit Messbeginn, nur 2007 und 1796 war es wärmer als heuer.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 08. Februar 2018 (04:41)
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Die Sonne hat sich vielerorts angesagt
APA

Im Jänner 2018 erlebte Europa viele – teils stürmische – Wetterlagen aus Nordwest bis Südwest, die vom Atlantik her feuchte und relativ milde Luft brachten. Für Österreich ergibt das einen der mildesten Jänner der Messgeschichte, sagt Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik nach einer Auswertung der Klimadaten.

Spannend ist, dass der Jänner österreichweit um 70 Prozent mehr Niederschlag brachte als im vieljährigen Durchschnitt – vor allem im Westen Österreichs und anders als im Osten. Dort, also im Flachland, gab es heuer im Jänner extrem wenig Frosttage – in Wien mit vier sogar so wenige wie noch nie zuvor.

Zwölf Prozent weniger Niederschlag

Grund für das warme Wetter waren bodennahe Luftmassen, die sich über dem Atlantik immer wieder aufwärmten und so keinen Platz für winterliche Kältehochs ließen. Dieser beständige Transport relativ warmer Luftmassen nach Mitteleuropa führte dazu, dass dieser Jänner in Österreich zu den wärmsten der nunmehr 251-jährigen Messgeschichte gehört.

Im Burgenland gab es um zwölf Prozent weniger Niederschlag, die Temperatur lag 3,6 Grad über dem Mittel, die Sonnenscheindauer ging um 24 Prozent zurück. Am kältesten war es in Kroisegg (minus 6,2 Grad am 29. Jänner), den meisten Sonnenschein durften die Bürger von Bernstein genießen – insgesamt im Jänner immerhin 75 Stunden.