Winter, du nervst! - Tipps gegen Winterblues

Erstellt am 06. Februar 2022 | 05:57
Lesezeit: 5 Min
Er hat definitiv seine schönen Zeiten, aber er dauert vielen auch viel zu lange. Was man in den nächsten Wochen noch tun kann, um dem Winterblues einzuheizen? Wir haben bei drei Experten im Bezirk Oberwart nachgefragt – hier ihre Tipps!
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Der Februar ist da. Somit dauert der Winter bereits eineinhalb Monate, wenn man es hochoffiziell nach Kalender betrachtet. Vielen Menschen allerdings dauert die kalte Jahreszeit jetzt schon zu lange.

Antriebslos und dauermüde, Feiertagskilos ziehen viele wortwörtlich ebenso runter und auch wenn´s drinnen schön kuschelig ist, so hilft das jetzt nur mehr wenig, weil: Die ruhige und besinnliche Jahreszeit ist vorbei, es gibt irre viel zu tun, oft ist da Arbeit ohne Ende und genau jetzt schnupfen viele rum oder liegen mit Corona im Bett.

Darmgesundheit spielt jetzt eine noch größere Rolle
Heinz Gyaky, Allgemeinmediziner

Und dann wäre da noch das Problem mit der lieben Sonne, die sich in dieser Jahreszeit auch nicht allzu oft blicken lässt. Auf den Punkt gebracht: Der Frühling, der könnte für viele jetzt aber wirklich schon kommen!

Weil jammern aber auch nichts hilft, haben wir uns bei drei Experten im Bereich Medizin, Ernährung und Sport Tipps geholt, damit wir alle noch gut und vor allem gesund durch die restlichen Winterwochen kommen!

Vitamine rein und Stress raus

Den Anfang macht Allgemein-, Ernährungs- und Stressmediziner Heinz Gyaky. Er sagt klar: „Vitamin D fehlt durch die fehlende Sonneneinstrahlung in unseren Breitengraden in den Wintermonaten und ich empfehle daher eine Einnahme dieses Vitamins von November bis März. Aber auch Zink, Vitamin B-Komplexe und Vitamin C sind wichtige Gamechanger und der Gesundheit, sowie dem Gemüt zuträglich.“

Der Teller sollte so bunt wie möglich gefüllt sein
Sara-Lisa Gossy-Gamperl, Diplomierte Ernährungspädagogin

Was der Arzt aus Bad Tatzmannsdorf außerdem zu bedenken gibt: „Die Darmgesundheit spielt jetzt eine noch größere Rolle, als generell schon. Hormone, wie beispielsweise das wichtige Serotonin, werden im Darm produziert. Deshalb mein Tipp: Viel frisches Obst und Gemüse, ausreichend Bewegung und vor allem den Stress rausnehmen, denn der macht bekanntlich auch sehr krank. Außerdem weg mit Aufputschern wie Kaffee oder Energy Drinks, auf die man eben genau in dieser Jahreszeit mit Vorliebe zurückgreift. Es bleibt mehr Schaden als Wirkung davon.“

Die diplomierte Ernährungspädagogin Sara-Lisa Gossy-Gamperl wiederum weiß ganz genau, welche Lebensmittel in dieser tristen Jahreszeit jetzt nicht nur Sinn, sondern auch Sonne auf den Speiseplan und ins Gemüt zaubern: „Das Wichtigste ist, dass man vorwiegend aus den regional-saisonalen Obst- und Gemüsegarten Reserven schöpft. Im Winter ist es umso wichtiger auf den Vitamin-C-Bedarf zu achten, da es unser Immunsystem unterstützt und uns mit Energie versorgt. Super Vitamin-C-Bomben, die aktuell auch erhältlich sind, wären beispielsweise Paprika, Spinat, Kohlsprossen oder der Winter-Kohl, also Grünkohl.“

Gossy-Gamperl sagt außerdem: „Die Winterzeit ist gleichzeitig die Zeit, ohne viel Sonneneinstrahlung. Die Glückshormone direkt vom Himmel, die fehlen also. Nüsse aber sind vollgepackt mit Glückshormonen und wertvollen Fetten! Täglich eine Portion davon soll sogar lebensverlängernd sein“, sagt sie mit einem Augenzwinkern und fügt an: „Generell sollte der Teller so bunt wie möglich sein, denn die Farbvielfalt am Teller ist auch ein Indiz für viele sekundäre Pflanzenstoffe, die sich im Obst und Gemüse verstecken. Ihre antioxidativen Eigenschaften schützen unseren Körper vor Entzündungen und sind somit im Winter noch wichtiger als sonst.“

Sport in der Kälte ist kein Problem, wenn man richtig angezogen ist
Klaus Kollowein, Gesundheits- und Fitnesstrainer

Und last but not least wären da nicht nur die Feiertagskilos, sondern auch der innere Schweinehund ob der aktuell sehr frostigen Temperaturen draußen, die es in dieser Jahreszeit zu überwinden gilt. Sport im Winter? Draußen? „Unbedingt!“, meint der Gesundheits- und Fitnesstrainer Klaus Kollowein vom Unternehmen Runix aus Pinkafeld. Seine Tipps, um in den nächsten Wochen für ausreichend Bewegung an der frischen Luft zu sorgen:

„Sportel nicht alleine! Such dir Freunde, Partner oder Bekannte, mit denen du gemeinsam zum Beispiel laufen gehst. In der Gruppe macht es oft mehr Spaß und man motiviert sich vor allem gegenseitig. Die Kälte ist nicht schädlich beim Sport ausüben, wenn man sich richtig anzieht. Ebenso wichtig ist, sich gut aufzuwärmen, um das Herz-Kreißlaufsystem zu aktivieren. Atmen sie durch die Nase ein und schützen sie den Hals- und Mundbereich mit entsprechenden Kleidungsstücken. Cool anziehen und dafür sorgen, dass einem eben nicht cool, also kalt wird.“

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