Wurde Tochter vom eigenen Vater vergewaltigt?. Mutter des mutmaßlichen Opfers sagte aus. Angeklagter bekannte sich nicht schuldig.

Von Elisabeth Kirchmeir. Erstellt am 27. Oktober 2017 (12:36)
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Am 8. November 2014 soll ein heute 50-jähriger Mann seine damals 14-jährige Tochter an einem Besuchswochenende im Keller seines Wohnhauses vergewaltigt haben. Die Ehefrau war kurz zuvor mit den beiden gemeinsamen Töchtern ausgezogen, 2016 wurde die Ehe geschieden.

Im Februar dieses Jahres hatte sich der Angeklagte , dem auch das Verbrechen der Blutschande und der Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses vorgeworfen wird, nicht schuldig bekannt.

Vorige Woche wurde seine Ex-Frau einvernommen, die jetzt mit der jüngeren Tochter in Deutschland lebt.

„Wir schufen uns eine Scheinwelt nach außen“, berichtete die Frau vor Gericht über die letzte Phase der Partnerschaft. „Wenn ich mitbekommen hätte, dass er auch meinen Kindern weh tut, wäre ich definitiv schon viel früher gegangen“, setzte sie ihre Aussage fort.

Im Spital sprach 14-Jährige von Übergriff

Von dem mutmaßlichen sexuellen Übergriff auf ihre Tochter habe sie erst erfahren, als sich die Jugendliche wegen psychischer Probleme im Spital befand. Ein Arzt habe ihr erzählt, dass ihre Tochter möglicher Weise vom leiblichen Vater sexuell missbraucht worden sei.

Sie kämpfe immer noch damit, so die Mutter, dass sich ihr die Mädchen nicht anvertraut hätten. „Ich war überfordert“, gab die Frau zu. Beide Kinder seien damals „zusammengebrochen“.

Der Prozess wurde vertagt. Weitere Zeugen sollen befragt werden. Möglicherweise wird auch das mutmaßliche Opfer selbst zu einer Aussage vor Gericht gebeten. Eine Videoaussage der Jugendlichen liegt vor.