Umzug in OSG-Objekt ist geplatzt: Aufregung um Standort. Die Kontrollversammlung der Burgenländischen Gebietskrankenkasse stimmt einem Umzug der Außenstelle in Oberwart nicht zu.

Von Carina Fenz. Erstellt am 05. September 2018 (04:01)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7358383_owz36cari_bgkk_ow_platzverhaeltnisse.jpg
Keine Privatsphäre. Die Räumlichkeiten der Außenstelle in Oberwart entsprechen nicht den rechtlichen Rahmenbedingungen.
BVZ

Bei der Burgenländischen Gebietskrankenkasse (BGKK) hängt der Haussegen schief. Der Grund ist der „vorerst“ geplatzte Umzug der Außenstelle in Oberwart in ein Objekt der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft in der Waldmüllergasse. Die Kontrollversammlung hat den Standortwechsel mehrheitlich abgelegt, das sorgt beim Vorstand und der Geschäftsführung für Unverständnis. Diese hätte eigentlich den Umzug vorgesehen und bereits einen Mietvertrag ausverhandelt, da in den jetzigen Räumlichkeiten etwa die Privatsphäre nicht gewährleistet sei und die BGKK nicht barrierefrei erreichbar sei. „Mit dem derzeitigen Zustand der Räumlichkeiten handeln wir gegen das Gesetz“, so Obmann Hartwig Roth.

440_0008_7358382_owz36cari_bgkk_ow_moder.jpg
Obmann Hartwig Roth und Direktor Christian Moder: „Wir haben Handlungsbedarf“.
C. Fenz

„Die Funktionäre der Wirtschaftskammer, die in der Kontrollversammlung mehrheitlich vertreten sind, haben den Beschluss dafür zweimal ohne triftigen Grund abgelehnt“, zeigt sich Roth verärgert. „Wir warten jetzt auf eine Entscheidung von Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ). Die Zeit drängt“, sagt Direktor Christian Moder. Denn die OSG werde die geplanten Räumlichkeiten nicht ewig für die BGKK freihalten. „Ich verstehe die Hinhaltetaktik der Frau Bundesminister nicht“, meinte der Direktor. „Wir haben Handlungsbedarf.“ „Sollte es Projekt doch noch umgesetzt werden, dann im zweiten Bauabschnitt in der Waldmüllergasse, dann müssten wir bis Mitte 2019 eine positive Entscheidung der Kasse haben“, heißt es von OSG-Obmann Alfred Kollar.