Wirbel um Versiegelung in Oberwart. Wolfgang Spitzmüller (GRÜNE) zeigt sich über Verbauung der Stadt verärgert. Stadtchef Georg Rosner kontert.

Von Carina Fenz. Erstellt am 29. August 2021 (05:10)
Walze Straßenbau Bodenversiegelung Symbolbild
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Shutterstock.com, Denis Starostin

Mit Jahresbeginn ist der Baustart für das neue Fachmarktzentrum vis-à-vis vom „eo“, dem „EO PARK“, erfolgt. Der Einkaufspark sprießt in Windeseile aus dem Boden, immerhin soll er auch bereits im Frühjahr eröffnet werden.

Apropos Boden! In einer aktuellen market-Umfrage im Auftrag der Umweltschutzorganisation WWF Österreich fordern insgesamt 76 Prozent der Befragten einen „Bodenschutz-Vertrag, der auch eine verbindliche Obergrenze für den Bodenverbrauch vorsieht“. Auch Landtagsabgeordneter Wolfgang Spitzmüller (GRÜNE) unterstützt die WWF-Bodenschutzkampagne #NaturstattBeton und kritisierte einmal mehr die Bodenversiegelung in der Stadt Oberwart. „Durch die Erweiterung des Einkaufszentrums verlieren wir weiterhin wertvollen Ackerboden und unversiegelte Fläche.

Dabei ist klar, dass die Bodenversiegelung für Einkaufszentren auch mehr Verkehr bedeutet. Verkehr und Bodenversiegelung sind klare Treiber der Klimakatastrophe“, fordert Spitzmüller „klare Strategie gegen diesen Irrsinn.“

Bürgermeister Rosner verärgert

Ziemlich verärgert von Spitzmüllers Forderung zeigt sich Oberwarts Stadtchef Georg Rosner. „Das Einkaufszentrum wird auf einer vor vielen Jahren als Bauland-Betriebsgebiet gewidmeten Fläche erweitert. Wenn sich eine Region weiterentwickelt, dann muss man über jeden Arbeitsplatz froh sein. Das ist auch in den Gemeinden so. Wir sind froh über die Bewegung. Den Grünen sind aber Heuschrecken wichtiger, als Menschen“, setzt Rosner zum Rundumschlag aus.

Man sei, so Rosner, sehr wohl darauf bedacht, im Stadtgebiet so wenig Boden, wie möglich zu versiegeln und überlege auch aus diesem Grund die Baurichtlinien anzupassen, „damit man in Zukunft mehr in die Höhe bauen könnte, anstatt mehr Boden zu verbrauchen“, argumentiert Rosner im Gespräch mit der BVZ.