Roma Gedenkstätte in Kemten: Bürger werden befragt

Neben einer Präsentation der Pläne ist auch eine Bürgerbefragung geplant. Für die FPÖ keine gute Option.

Rosa-Stefanie Nutz
Rosa-Stefanie Nutz Erstellt am 14. August 2021 | 05:53
Umfrage Befragung Symbolbild
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Foto: Von Andrey_Popov, Shutterstock.com

Im Ort soll in Form einer Erinnerungsstätte die Möglichkeit geschaffen werden, würdig an das schreckliche Schicksal der Kemeter Romnija und Roma zu erinnern. Das Projekt, welches bereits im April vorgestellt wurde, wird in Kooperation mit der Volkshochschule Burgenland umgesetzt. „Dafür wurde die Geschichte der Kemeter Roma bereits von einem Team aus Ortshistorikern, Wissenschaftlern sowie Mitarbeitern der Roma Volkshochschule aufgearbeitet,“ berichtet Bürgermeister Wolfgang Koller.

Die Ergebnisse dieser Recherchen und ein möglicher Umsetzungsvorschlag der Erinnerungsstätte sollen am 17. September im Rahmen einer Informationsveranstaltung den Bürgern präsentiert werden. „Am 10. Oktober will man auch die Meinung der Bürger in Form einer Bürgerbefragung dazu einholen,“ so Koller weiter.

FPÖ will Volksbefragung und ortet Kritik

„Am 10. Oktober will man auch die Meinung der Bürger in Form einer Bürgerbefragung dazu einholen.“, Bürgermeister Wolfgang Koller

Diese Befragung sorgte bereits für Zündstoff in der Gemeinde, da die FPÖ Kritik, an der laut dem Bürgermeister mit weniger logistischem Aufwand verbunden Bürgerbefragung, äußert. Sie würde viel mehr zu einer Volksbefragung tendieren. Weiter weißt die FPÖ darauf hin, dass es bereits eine Erinnerungstafel an das schreckliche Schicksal der Roma gäbe, und stellt die Frage, ob durch ein zusätzliches Roma-Denkmal der Eindruck entstehen könnte, dass Kemeten besondere Schuld an dem Schicksal der Roma im Zweiten Weltkrieg habe und die Gemeinde somit in ein negatives Licht gerückt werden könnte.