Archäologische Ausgrabungen: Historische Wehr entdeckt

Gemeinde will historisches Erbe der Wehranlage „Ovar“ aus der Hallstattzeit künftig touristisch nutzen. Planungen zu Forschungsgrabungen laufen bereits.

Erstellt am 06. Mai 2018 | 05:54
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Geschichtsträchtiger Boden. Ortschef Gerhard Klepits und Alfred Stöcklmayr zeigen Mauerreste von Ovar.
Foto: BVZ, zVg

Haben Sie gewusst, dass eine der mächtigsten Wehranlagen aus dem Mittelalter dort stand, wo sich heute die Gemeinde Burg befindet? Und das sich im Gebiet drumherum das größte Hallstatthügelgräberfeld Europas befindet? Nein?

Genau diesen Umstand wollen die Verantwortlichen mit Bürgermeister Gerhard Klepits an der Spitze künftig ändern. Teile der Überreste der Wehranlage sollen freigelegt werden und auch die Erlaubnis vom Bischof, einige Hügelgräber öffnen zu dürfen, hat man schon eingeholt. 85 Prozent der dafür nötigen Fördermittel sind laut Klepits bereits gesichert. „Unsere Region rund um den Eisenberg kennt man vorwiegend vom Weinbau.

Von der Steinzeit bis zum Mittelalter wurde hier aber Erz, Eisen und Kupfer verkauft und gehandelt, die Region lag außerdem günstig an der Bernsteinstraße. Das Zentrum und Herzstück war damals Ovar, die alte Wehranlage, die mit ihren 560 Metern Länge und vier Teilen, alle anderen weit übertraf,“ weiß Klepits und fügt an, „wir sprechen hier von der Zeit 600 vor Christus. Das ist schon gewaltig.“

Erlebniswanderweg und historisches Festival

Was bislang nur einem kleinen Kreis an Historikern und Interessierten bekannt ist, soll nun bald der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. „Wir wollen diesen archäologischen Schatz künftig auch touristisch nutzen“, so der Ortschef.

Ein Geschichtserlebniswanderweg ist angedacht, ebenso, wie ein jährliches historisches Event oder Festival. Noch im Herbst dieses Jahres will man mit den konkreten Planungen für die Grabungen beginnen. Als Partner für das grenzüberschreitende Projekt fungieren das Land Burgenland, die Kirche und auch die EU.