Coronavirus: Zwei bestätigte Fälle im Oberwarter Spital. Zwei Patientinnen im Oberwarter Krankenhaus wurden laut Aussendung des Landes Burgenland vom Mittwoch positiv auf COVID-19 getestet und ins Klinikum in Oberpullendorf gebracht; Station Interne Medizin IV nimmt keine weiteren PatientInnen auf, Intensivstation bleibt ohne Restriktionen in Betrieb. Insgesamt 17 bestätigte Fälle.

Von Redaktion BVZ.at. Update am 18. März 2020 (16:24)
Das Oberwarter Spital
Pekovics

Im Krankenhaus Oberwart wurden zwei Frauen positiv auf das Coronavirus getestet, informiert der „Koordinationsstab Coronavirus“ am Mittwochnachmittag. Bei den beiden Erkrankten handelt es sich laut der Burgenländischen Krankenanstalten GmbH (KRAGES) um eine 83-jährige und eine 94-jährige Frau aus der Steiermark. Sie wurden ins Krankenhaus Oberpullendorf verlegt.

Derzeit werden keine neuen PatientInnen in der Station Interne Medizin IV aufgenommen, die Intensivstation bleibt ohne Restriktionen in Betrieb. Kontaktpersonen – auch KrankenhausmitarbeiterInnen – unter Quarantäne gestellt.

Im Krankenhaus Oberwart wurden zwei Patientinnen positiv auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus getestet. Die Patientinnen, 83 und 94 Jahre alt und beide aus der Steiermark, werden ins Spital Oberpullendorf transferiert, wo alle COVID-19-Patienten entsprechend isoliert und medizinisch versorgt werden. Damit versorgt das KH Oberpullendorf derzeit drei CoViD-19-Patientinnen.        

Die Zahl der Kontaktpersonen wird derzeit von den Behörden gemeinsam mit der KRAGES erhoben. Die Station Interne Medizin IV in Oberwart nimmt als Präventivmaßnahmen bis auf weiteres keine neuen Patientinnen und Patienten auf. Da eine der Patientinnen auf der Intensivstation des Krankenhauses Oberwart lag, wird diese nun ebenfalls reduziert betrieben. Insgesamt befinden sich aktuell knapp 40 MitarbeiterInnen von KRAGES-Spitälern vorbeugend in häuslicher Quarantäne.

Die KRAGES ist hierbei eng abgestimmt mit allen Behörden, die im „Koordinationsstab Coronavirus“ des Landes Burgenland vertreten sind. Sobald weitere Informationen vorliegen, wird die Öffentlichkeit umgehend informiert.

Die im Krankenhaus Oberpullendorf bereits isolierte 73-jährige Erkrankte wird nach wie vor medizinisch behandelt. Der Gesundheitszustand der anderen Erkrankten ist weitgehend stabil, und sie befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Die Zahl der Erkrankten im Burgenland hat sich damit auf 17 Personen erhöht. 78 Personen wurden negativ auf COVID-19 getestet. Auf behördliche Anordnung befinden sich derzeit 192 Personen in Quarantäne – neben den Erkrankten sind dies auch Personen, die zwar in Kontakt mit Erkrankten waren, aber keine Symptome zeigen. Hier ist die Quarantäne eine reine Vorsichtsmaßnahme, um 14 Tage lang den Gesundheitszustand der Personen zu beobachten. Aber auch Verdachtsfälle sind in häuslicher Quarantäne.

"Das Wichtigste ist nach wie vor: Ruhe bewahren. Die Grundversorgung ist nach wie vor sichergestellt", so das Land in der Aussendung. Das Land Burgenland und die Wirtschaftskammer appellieren an die Burgenländerinnen und Burgenländer, mit Bedacht einzukaufen, die nötigsten Dinge einzukaufen und keine Hamsterkäufe für Monate im Voraus zu tätigen. Denn so wird die Versorgungssicherheit gefährdet und den Logistikern die Arbeit erschwert. Außerdem würden wertvolle Lebensmittel verderben, die dann in der Versorgungskette fehlen.

"Gehen Sie NICHT zum Hausarzt oder in ein Krankenhaus, sondern bleiben Sie zu Hause und wählen Sie die kostenlose Gesundheitsberatung 1450, wo durch medizinisch geschultes Personal die weitere Vorgehensweise erklärt wird. Abstriche werden auf behördliche Anordnung gemacht.
Weiterführende Informationen zum Thema Coronavirus gibt es außerdem unter: https://www.burgenland.at/coronavirus", schrieb das Land in der Aussendung.