Rotes Kreuz bittet um Spenden für neue Bezirksstelle. Die neue Bezirksstelle wird ab dem Frühjahr 2020 gebaut. Mittels „Crowdfunding“ kann man finanzielle Hilfe leisten.

Von Carina Fenz. Erstellt am 25. September 2019 (04:29)
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Im Vorjahr wurden die Pläne bekannt, dass das Rote Kreuz eine neue Bezirksstelle errichten möchte. Jetzt sind die Planungen abgeschlossen, der Baustart für das von Martin Schwartz geplant Gebäude ist 2020.
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Die Helfer des Roten Kreuzes aus Oberwart rücken im Jahr zu rund 18.000 Einsätzen aus, das ist im Burgenlandvergleich der höchste Wert. Seit 1981 befindet sich die Bezirksstelle des Roten Kreuzes Oberwart in der Billrothgasse 3.

Seit damals hat sich viel geändert: Die Auslastung im Rettungsdienst hat sich verdoppelt, neue Leistungsbereiche sind dazugekommen. Was aber gleichgeblieben ist: das Gebäude und die beengte räumliche Situation.

Das soll nicht mehr lange so bleiben, denn die Pläne für den Neubau der Bezirksstelle sind ausgereift, der Baustart für das neue Haus der Helfer, das nur unweit des neuen Krankenhauses entstehen soll, steht kurz bevor. Im Frühjahr 2020 ist der Spatenstich geplant, die Bauzeit für das Gebäude wird rund ein Jahr betragen.

Mit Crowd-Funding zur neuen Bezirksstelle

Mit dem digitalen Crowdfunding-Auftritt auf www.jetzt-helfen.at sammelt das Rote Kreuz Online-Spenden für ausgewählte Projekte, darunter auch für die neue Bezirksstelle in Oberwart. „Täglich hat das Rote Kreuz Kontakt zu Menschen, die unsere Hilfe benötigen. Persönliche und regionale Nähe ist Teil unserer Arbeit – und wir haben versucht, diese Nähe auch bei Online-Projekten zu gewährleisten“, sagt Tobias Mindler, Leiter Marketing und Kommunikation beim Roten Kreuz Burgenland.

1 Quadratmeter kostete 1.200 Euro

Konkret soll das Spendengeld in den Garagenbereich fließen. „Ein Quadratmeter kostet 1.200 Euro, ein gesamter Garagenstellplatz 24.000 Euro“, erklärt Mindler. „Unser erstes Ziel ist es, zumindest einen Quadratmeter mit Spenden zu finanzieren. Aber vielleicht können wir zusammen einen gesamten Garagenstellplatz schaffen“, gibt sich Mindler positiv.

Besonders groß ist die Freude über den geplanten Neubau auch bei den Mitarbeitern. „Vor allem die Reinigung der Rettungsautos kann dann in einer Waschbox erfolgen, die wettergeschützt ist“, freut sich Dienstführer Erwin Hanzl. „Nach manchen Einsätzen muss man stundenlang putzen und desinfizieren, und das ist im Freien in der Nacht oder im Winter eigentlich unzumutbar.“