Seniorenwohngemeinschaft Plus wurde offiziell eröffnet

Die Seniorenwohngemeinschaft Plus der Diakonie in Oberwart wurde offiziell eröffnet. Das Projekt ist das erste dieser Art und könnte Vorbildwirkung für ganz Österreich haben.

BVZ Redaktion Erstellt am 12. November 2017 | 05:40
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Offizielle Eröffnung. Alfred Kollar, Sieglinde Pfänder, Norbert Darabos, Herbert Langenberger und Klaus-Peter Schuh (v.l.) bei der Präsentation der Projektidee und der Eröffnung der gelungenen Umsetzung.
Foto: BVZ, Pekovics

Die Diakonie Südburgenland hat in Zusammenarbeit mit der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) sowie der Evangelischen Pfarrgemeinde eine Seniorenwohngemeinschaft errichtet. Das Gebäude umfasst zwei Wohngemeinschaften für insgesamt 24 Mieter mit Spezialisierung auf Demenzpatienten. Zusätzlich wird das Angebot von 15 betreubaren Wohneinheiten im Obergeschoss ergänzt. Diese für das Burgenland einzigartige Wohnform orientiert sich am Hausgemeinschaftsmodell und einer normalen Wohnumgebung in einem Mehrpersonenhaushalt.

Das besondere Merkmal dieser Wohnform stellt die Erbringung der Grund- und Behandlungspflege durch ambulante Dienste dar. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten können sich die Mieter an der Erledigung alltäglicher Aufgaben beteiligen, wodurch individuelle Ressourcen und Fähigkeiten gefördert werden. Eine Betreuungskraft ist ganztags vor Ort, in der Nacht gibt es einen Nachtdienst. Durch diese neue Form der Betreuung in familiärer Atmosphäre soll sich die Lebensqualität der Menschen deutlich verbessern.

Zentrum für Demenz

Im Erdgeschoss werden in Zukunft 24 Menschen mit Demenzerkrankung leben können. Die Betreuung ist 24 Stunden lang gewährleistet. Die Betreuungsangebote haben das Ziel, die Bewahrung der kognitiven Fähigkeiten so lange wie möglich zu fördern. Die Klienten mieten ein Appartement und nehmen so viel an Betreuung in Anspruch, wie sie möchten. Im Obergeschoss bietet die Diakonie zwölf barrierefreie Wohnungen an, die von der Landesregierung als Betreutes Wohnen Plus mit maximal 100 Prozent, das sind 135 Euro pro Monat, abgestuft nach der Höhe der Bemessungsgrundlage, die sich aus Netto-Einkommen und Pflegegeld zusammensetzt, gefördert werden.