Streit um Verkauf des alten Feuerwehrhauses. Für einigen Zündstoff sorgt der bevorstehende Verkauf des alten Feuerwehrhauses im Pinkafelder Gemeinderat.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 28. März 2018 (05:03)
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Symbolbild

Der Antrag der ÖVP Pinkafeld, das alte Feuerwehrhaus an die Vermietungsgemeinschaft Drexler aufgrund ihres nachhaltigen Nutzungskonzeptes zu verkaufen, wurde mit den Stimmen der SPÖ in der vergangenen Gemeinderatssitzung abgelehnt. ÖVP, FPÖ, NEOS und Grüne waren geschlossen dafür.

Heftige Diskussion wegen Ausschreibungsverfahren

Der Abstimmung voraus, ging eine heftige Diskussion, auch über das Ausschreibungsverfahren. Ursprünglich lagen Angebote von der OSG, der Vermietungsgemeinschaft Drexler und von der Ulreich GmbH & Co KG vor. Diese mussten aber nachgebessert werden, da einige Punkte in der ersten Ausschreibung nicht eindeutig genug umrissen waren. So ging es etwa um die Übernahme der aushaftenden Wohnbauförderung sowie die Bedingung, dass die Feuerwehr bis zum Umzug in das derzeit in Planung befindliche Feuerwehrhaus keine Miete zahlt. Ein nachgebessertes Angebot wurde nur von der Vermietungsgemeinschaft Drexler und der OSG eingereicht.

Hier sollte nicht nur das Geld, sondern auch die Stadtentwicklung berücksichtigt werden“

Obwohl das Angebot der OSG höher sei, habe Drexler ein schlüssiges Konzept zur Verwertung der Liegenschaft vorgelegt, so die ÖVP. „Hier sollte nicht nur das Geld, sondern auch die Stadtentwicklung berücksichtigt werden“, so VP-Vizebürgermeister Friedrich Luisser, der den Platz für eine reine Wohnhausanlage ungeeignet findet, unter anderem wegen der geringen Anzahl an Parkflächen.

Der Plan der Vermietungsgemeinschaft Drexler, ein „Green Business Center“ mit Büro- und Ordinationsflächen sowie Räumlichkeiten für Start Up-Unternehmer zu errichten, fand auch bei FPÖ, Grüne und NEOS Zustimmung. SP-Gemeinderat Horst Franz sieht es hingegen als legitim, Zahlen als Basis für den Verkauf herzunehmen, „da die Stadt das Geld für den Bau des neuen Feuerwehrhauses braucht.“

Nach der Ablehnung des Antrags ist also nur noch die OSG im Rennen. Diese soll nun aber ein Nutzungskonzept für das Objekt nachreichen.