Hallenbad Pinkafeld in Warteschleife

Nicht nur auf Besucher wartet das beliebte Allwetterbad im Moment, auch für die bald anstehenden Reparaturarbeiten gibt es noch keinen fixen Fahrplan.

Erstellt am 14. Januar 2021 | 04:09
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Das Hallenbad wartet im Moment auf seine Besucher.
Foto: Ulreich

Obwohl der Wellengang im Hallenbad derzeit – coronabedingt – sehr ruhig ist, gehen die Wogen bei Diskussionen über die Zukunft der beliebten Freizeitstätte zwischen den Parteien hoch.

NEOS fordern wieder Landesbeteiligung

„Wir möchten heute nochmals darauf hinweisen, dass eine Lösung für die nachhaltige Finanzierung des Hallenbades durch Beteiligung des Landes im Jahr 2021 gefunden werden sollte“, meldete NEOS-Gemeinderat Eduard Posch in der letzten Gemeinderatssitzung seine Wünsche und Bedenken an: „Die aktuelle wirtschaftliche Lage verschärft den Druck, hier zu einer guten Lösung zu kommen.“ Die Sanierung des in die Jahre gekommenen Baus steht schon seit über fünf Jahren im Raum, bisher wurde keine geeignete Lösung dafür gefunden. „Pro Jahr schießt die Gemeinde zirka 350.000 Euro zu, damit das Hallenbad offenbleiben kann. Die notwendigen Sanierungen kosten laut vorläufigem Gutachten rund 3 Millionen Euro. Das kann sich Pinkafeld alleine nicht leisten. Damit das einzige Hallenbad im Südburgenland Zukunft hat, braucht es eine Beteiligung des Landes“, bringt Posch die Lage auf den Punkt.

Guter Zustand, aber bald Reparaturen nötig

Werner Ulreich, Bademeister vom Allwetterbad, ist mit seinem Team derzeit auf der Kunsteislaufbahn tätig, kleine Arbeiten im Hallenbad wurden im ersten Lockdown erledigt: „Im Frühjahr haben wir den Mutter-Kind-Bereich saniert, eine Pergola und die Beckenumrandung neu gemacht. Sonst sind momentan nur kleine Reparaturen notwendig, größere erst in der näheren Zukunft.“ Das sieht auch Bürgermeister Kurt Maczek so: „Unser Hallenbad ist in einem guten Zustand, Renovierungsarbeiten sind in den kommenden Jahren aber nötig. Wir befinden uns in Gesprächen mit dem Land Burgenland bezüglich der Zuschüsse, hoffen aber auch auf Unterstützung vom Bund, denn vom Hallenbad profitieren auch beispielsweise die höheren Schulen.“ Das bestätigt auch das Büro von Landesrat Heinrich Dorner: „Es gibt im Regierungsprogramm ein klares Bekenntnis, dass alle Hallenbäder erhalten werden sollen. Es wird weitere Gespräche geben, es gibt auch in diesem Bereich eine sehr konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt Pinkafeld.“

ÖVP fordert eine Garantie vom Land

„Es gibt seit Jahren Gespräche bezüglich der Sanierung des Hallenbades und deren Kosten, seit über einem Jahr wurde der Gemeinderat aber nie mehr über die Planungen informiert. Weiters wurden weder in Voranschlägen noch in mittleren Finanzplänen Kosten für dieses Projekt vorgesehen“, sieht ÖVP-Vizebürgermeister Andreas Stumpf die Situation kritisch: „Wir möchten, dass der Betrieb des Allwetterbads durch garantierte Betriebskostenzuschüsse des Landes Burgenland gesichert wird. Die VP Pinkafeld fordert nach wie vor eine detaillierte Projektplanung inklusive eines Finanzierungsplanes und die verbindliche finanzielle Unterstützung durch das Land.“