Unglücksstorch nach Bruchlandung gerettet

Eisenzickens Storchennest scheint mit Pech behaftet. Der letzte überlebende Jungstorch fiel jetzt aus eben diesem.

Erstellt am 20. August 2020 | 04:05
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Viel Drama. Der letzte überlebende Jungstorch fiel aufgrund fehlender Schwungfedern aus dem Nest und musste nach Rust gebracht werden.
Foto: zVg

Die Geschichte liest sich fast wie ein Science-Fiction Roman: Zuerst fürchteten die Bewohner von Eisenzicken, dass sich in dem verwilderten Nest im Ort gar kein Storchenpaar niederlassen würde. Dann aber, pünktlich zum Osterwochenende, die frohe Botschaft: Storch gelandet! Auch der Nachwuchs ließ nicht lange auf sich warten. Schon nach wenigen Wochen ragten plötzlich drei kleine Schnäbelchen aus dem Nest heraus. Dann die nächste Hiobsbotschaft: Zwei der drei Jungstörche wurden von der eigenen „Rabenmutter“ aus dem Nest geworfen und starben.

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Übrig blieb nur einer: Eisenzickens gefiederter Bruchpilot. Dem letzten überlebenden Storchenkind fehlen nämlich die notwendigen Schwungfedern, um endlich abheben zu können. „Deshalb hatten wir auch bereits die Feuerwehr alarmiert und eine Bergungsaktion für den Vogel organisiert“, informiert Franz Polster. Aber der „Rabenstorch“ hatte andere Pläne - Flugpläne nämlich. Aufgrund der fehlenden Federn landete er dabei leider sehr unsanft auf dem Eisenzickener Boden der Tatsachen. Zumindest aber unverletzt. Franz Polster brauchte das Tier dann persönlich nach Rust zum Storchenverein, wo man es jetzt aufpäppelt.