Bürgermeister Rosner über Corona-Erkrankung: „Es war eine andere Welt“

Bürgermeister Georg Rosner war mit Corona infiziert. Sein Appell: „Bin froh, geimpft zu sein.“

Erstellt am 13. November 2021 | 05:12
Georg Rosner
Ungewohntes Bild. Seine Amtsgeschäfte führte Bürgermeister Georg Rosner während der letzten Tage von der Couch aus. Mit einer Coronainfektion war er mehr als zehn Tage in Quarantäne.
Foto: Foto: Rosner

Ein leichter Schnupfen und ein wenig Kopfweh. Mehr nicht, aber Anlass genug, um einen Coronatest zu machen. „Man weiß es ja nicht in der aktuellen Zeit und noch dazu bei den stark steigenden Inzidenzen“, schildert Bürgermeister Georg Rosner im Gespräch mit der BVZ die ersten Stunden am Weg zum positiven Coronatest. Das war rund um den 1. November.

„Wie wenn ein Hamster aus seinem Rad aussteigt“

Mehr als zehn Tage musste der Stadtchef letztendlich in Quarantäne verbringen, denn der Test war „wie ich schon vermutet hatte, positiv.“ Und die Quarantäne? „Die war eine andere Welt“, erzählt Rosner. „Da hat man mit Gedanken zu tun, an die man in der täglichen Hektik nicht denkt. Das ist so, wie wenn ein Hamster aus seinem Rad aussteigt“, plaudert Rosner aus dem Nähkästchen. Lesen, Gartenarbeit und die Ruhe genießen, standen nämlich in den letzten Tagen auf seinem Terminkalender.

„Aber natürlich habe ich auch viele Geschäfte vom Homeoffice aus erledigt“, so Rosner, der „froh ist, geimpft zu sein, denn wie man sieht, schützt die Impfung sehr wohl. Der Verlauf war zum Glück mild“, schildert Rosner. Die Impfung, so der Stadtchef, solle trotzdem freiwillig bleiben. „Ich glaube, mit Zwang erreicht man am wenigsten und ich kann auch die Ängste von manchen Leuten verstehen, die sich nicht sicher sind, impfen zu lassen. Aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass sie wirkt und nur darum geht es.“

Contact Tracer hatten alle Hände voll zu tun

Die Coronaerkrankung von Bürgermeister Rosner hat sich, nicht verwunderlich, auch schnell, wie ein Lauffeuer verbreitet und wurde in kürzester Zeit zum Stadtgespräch Nummer 1, wohl auch deshalb, da die Contact Tracer im Falle eines Berufspolitikers alle Hände voll zu tun hatten. „Das waren schon viele Kontakte, die ich angeben musste, weil als Politiker kommt man halt extrem viel herum“, kann Rosner im Rückblick aber auch schon wieder ein wenig über die Sache schmunzeln.

„Wie man sieht, schützt die Impfung sehr wohl. Der Verlauf war zum Glück mild.“ Georg Rosner

„Aber das ist auch gut so, denn jeder Mosaikstein kann helfen, die Welle zu brechen und da rede ich auch vom Verantwortungsbewusstsein der Burgenländerinnen und Burgenländer, die dafür gesorgt haben, dass wir österreichweit die höchste Impfquote haben“, so Rosner, der auch die Impflotterie als positiven Anreiz sieht zur Impfung zu gehen.

Mehr Personal würde Abläufe beschleunigen

Angesichts der hohen Fallzahlen zeigt es sich aber auch wieder, dass in der Pandemiebekämpfung nicht alles so rund läuft, wie es mittlerweile vielleicht schon sein sollte. „Ich will keinem Mitarbeiter einen Vorwurf machen, denn die tun seit eineinhalb Jahren tagtäglich ihr bestes, aber mehr Personal würde diese Abläufe vom Test zum Ergebnis und im Contact Tracing schneller werden lassen, was enorm hilfreich wäre“, so Rosner, der den Pandemie-Helfern ein großes Lob und Danke ausspricht.

Die, am Montag in Kraft getretene 2G-Regel, ist für den Ortschef „schwierig zu beurteilen, aber auch eine Notwendigkeit, denn einen Lockdown will wirklich niemand mehr haben“, so der Stadtchef und 2. Landtagspräsident.