Jugend ohne Grenzen in Pinkafeld

Die Partnerschaft zwischen der Stadtgemeinde und dem SOS Kinderdorf soll gemeindeübergreifend realisiert werden, im Sommer möchte man erste Aktionen setzen.

Dorothea  Müllner-Frühwirth
Dorothea Müllner-Frühwirth Erstellt am 20. März 2021 | 03:11
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Jugendgemeinderat Adrian Kubat und SOS-Kinderdorf Sozialarbeiter Oliver Zankl wollen den Jugendlichen in Pinkafeld und Oberwart mehr Raum geben.
Foto: DMF, DMF

Seit einem Jahr gibt es eine konstruktive Partnerschaft zwischen der Stadtgemeinde und dem SOS Kinderdorf, das mit einem Sozialarbeiter die „Offene Jugendarbeit“ unterstützt. Nun soll die Idee gemeindeübergreifend ausgebaut werden. Coronabedingt ist man noch nicht an dem Punkt angelangt, an dem man schon gerne wäre. Doch die Vorbereitungen für die Jugendarbeit laufen im Hintergrund auf Hochtouren. Ein soziales Netz, das Jugendliche auffängt die Hilfe brauchen, soll auch über Pinkafeld hinaus gespannt werden.

Derzeit ist man in Gesprächen mit Oberwart, die Tendenz zu einem gemeinsamen Projekt ist äußerst positiv. „Mit der offenen Jugendarbeit soll besonders der Bereich Streetwork verstärkt verfolgt werden, um auftretende Probleme wie beispielsweise Vandalismus und Anrainerbeschwerden schon präventiv zu verhindern. Durch die Pandemie und die damit einhergehenden Maßnahmen ist dieses Projekt natürlich entsprechend erschwert worden, wir pflegen aber weiterhin regelmäßigen Kontakt zu bereits erreichten Jugendlichen, um diesen eine Ansprechperson bieten zu können“, erzählt Pinkafelds Jugendgemeinderat Adrian Kubat.

Das Projekt soll im Sommer mit 40 Stunden ausgebaut werden, ein Team dafür ist bereits im Entstehen. Durch eine mögliche Kooperation mit anderen Gemeinden wie Oberwart, hofft man, die Synergien besser nutzen zu können. „Durch eine Partnerschaft können wir diese Jugendlichen noch besser erreichen und ihnen allzeit Unterstützungsmöglichkeiten anbieten, wenn sie diese benötigen“, führt Adrian Kubat die Ziele weiter aus.

Unterstützung für das Projekt gibt es vom Land. „Für die Jugendlichen sind die Gemeinden die direkte Anlaufstelle und für die Jugendarbeit im Land sind die Gemeinden die wichtigste Schnittstelle. Daher freut es uns besonders, wenn die Jugendarbeit von und in den Gemeinden Projekte im Interesse der Jugendlichen umgesetzt werden. Das verbessert den Lebensraum für Jugendliche und spiegelt zugleich den Stellenwert der Jugendarbeit in den Gemeinden. Deshalb arbeitet das Land mit den Gemeinden eng zusammen und bietet Unterstützung in zahlreichen Initiativen“, freut sich Landesrätin Daniela Winkler über das Projekt.

Auch vom SOS Kinderdorf ist die Bereitschaft, die Jugendarbeit zu vertiefen, groß: „Wir sind immer gerne dabei, wenn es um die Jugendarbeit geht. Wir können aus dem Erfahrungsschatz aus ganz Österreich schöpfen, wie z.B. Streetwork Graz. Zur Zeit wird an dem Konzept der regionalen Jugendarbeit in Pinkafeld und Oberwart gearbeitet.

Nach der Entscheidung der betroffenen Gemeinden und dem Land stehen wir auch bei der Umsetzung zur Verfügung“ so Zeliska Marek, SOS-Kinderdorfleiter Burgenland.

Gemeinsames Projekt ohne Grenzen

Oberwarts Bürgermeister Georg Rosner hat bereits erste Gespräche mit den Projekt-Initiatoren geführt. „Ich sehe dieses Bestreben einer gemeinsamen Jugendarbeit äußerst positiv. Wir sehen den Bedarf dazu in Oberwart genau so wie in Pinkafeld. Es ist eine spannende Geschichte, wenn die großen Städte im Bezirk zusammenarbeiten und die Jugendlichen dort abholen, wo sie stehen.“