Oberwart: Pilotprojekt zieht Bilanz

Das 2020 vom SOS-Kinderdorf ins Leben gerufene Projekt „FamilienStärken“ unterstützt Kinder und Familien in schwierigen Lebenssituationen.

Erstellt am 08. Januar 2022 | 03:18
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Seit etwas mehr als einem Jahr gibt es in Oberwart das Projekt „FamilienStärken“, das vom SOS-Kinderdorf Burgenland ins Leben gerufen wurde und Kinder und Familien in schwierigen Lebenssituationen unterstützt. Kürzlich wurde das Projekt auch mit dem „Bank Austria Sozialpreis 2021“ ausgezeichnet. Entwickelt wurde das Projekt in einem Zeitraum von sieben Jahren von SOS Kinderdorf Leiter Marek Zeliska und seinem Team. Es gibt Kinder, die einen herkömmlichen Hort oder eine herkömmliche Betreuungseinrichtung nicht besuchen können. Die Gründe dafür sind verschieden: Aggression, Sucht oder andere schwerwiegende Hindernisse. Hilfe finden jene Kinder und deren Familien unter anderem in der Einrichtung des SOS Kinderdorf Burgenland-Teams in Oberwart. Nun feiert die Einrichtung ihr einjähriges Bestehen und blickt auf ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr zurück.

„Jedes Kind hat eine gute Zukunft verdient. Daher unterstützen wir Familien in schwierigen Lebenssituationen – unter anderem durch das familienstärkende Tagesangebot in Oberwart“, betont der zuständige Landesrat Leonhard Schneemann, der dem Pilotprojekt „FamilienStärken“ zum erfolgreich absolvierten ersten Jahr des Bestehens gratuliert. Betreut werden bis zu zwölf Familien und zehn Kinder in der Oberwarter Waldmüllergasse.

Schulverweigerer als großes Problem

Ein großes Problem gäbe es derzeit bei den Schulverweigerern. „Bei Schulverweigerern ist die Situation nach wie vor problematisch. Daher ist eine enge Kooperation mit der Schulsozialarbeit in Planung. Das Projekt weckt auch das Interesse anderer Bundesländer. Es gab bereits Besuche von Vertreterinnen und Vertreter anderer Länder, die sich unser Angebot angeschaut haben“, erklärt Marek Zeliska. Ziel dieses Projektes ist es, Familien und Kinder in schwierigen Lebenssituationen direkt und unkompliziert zu begleiten und zu unterstützen. Dadurch sollen schon im Vorfeld Fremdunterbringungen vermieden werden. Die Familien werden professionell unterstützt und die Kinder stetig begleitet.

Das Projekt sei wichtig, weil jedes Kind im Burgenland ein gutes und sicheres Leben verdiene, so Landesrat Leonhard Schneemann (SPÖ). „Insgesamt investiere das Land rund 26 Millionen Euro in die Kinder- und Jugendbetreuung.