Mädchen das Leben gerettet: „Sprang einfach rein“. Birgit Kurz-Maringer zog Dreijährige aus Wasser, Krankenschwester Edith Marth übernahm die Reanimation.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 21. Juni 2018 (04:39)
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Heldin Nummer eins. Birgit Kurz-Maringer sprang ins Becken, um die Dreijährige zu retten.
BVZ

„Ich rette täglich Leben und habe nur meinen Job gemacht.“ Das sagt die Krankenschwester Edith Marth, die am Montag der Vorwoche gemeinsam mit Birgit Kurz-Maringer einem dreijährigen Mädchen im Freibad das Leben gerettet hatte.

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Heldin Nummer zwei. Edith Marth reanimierte gemeinsam mit Herbert Fassl die Dreijährige.
BVZ

Im Gespräch mit der BVZ schildert Kurz-Maringer die dramatischen Minuten: „Ich wollte mich gerade Umziehen gehen, als ich Kindergeschrei gehört und ins Becken geschaut habe. Da sah ich ganz unten am Boden ein regloses Kind liegen. Rund herum waren nur Kinder, also bin ich einfach ins Wasser gesprungen und habe das Kind nach oben gezogen.“ Dort wurde das Kind von Bademeister Josef Fassl übernommen.

„Ich bin losgestartet, als wäre ich im Dienst"

Beobachtet wurde die Szene von der Krankenschwester Edith Marth, die in ihrem Beruf bereits viele Reanimationen durchgeführt hat. „Ich bin losgestartet, als wäre ich im Dienst. Zuerst habe ich drei Mal Mund-zu-Mund beatmet, das hat dann der Bademeister mit einem Mundstück übernommen, während ich mit der Herzdruckmassage weitergemacht habe. Beim vierten Rhythmus hat das Kind dann reagiert und erbrochen. Und ich war nur froh, dass sie noch lebt“, beschreibt Marth den dramatischen Vorfall.

Dem dreijährigen Mädchen geht es mittlerweile wieder gut. „Ich habe sie besucht und sie hat so liebevoll ‚Danke‘ gesagt, dass es mir fast das Herz zerrissen hätte. Ich bin unendlich dankbar, dass uns die Reanimation gelungen ist“, sagt Marth.