„Bleib mir vom Leibe!“-Premiere in Oberwart. Am 13. August feiert das erste österreichische Distanz-Theater von Peter Wagner im Stadtpark von Oberwart Premiere. Danach gibt es weitere Tour-Termine.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 21. Juli 2020 (05:51)
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Freuen sich auf die Premiere im Stadtpark. Landtagsabgeordneter Christian Dax, Bürgermeister Georg Rosner, Autor und Regisseur Peter Wagner, OHO-Chef Alfred Masal, Autorin Katharina Tiwald und Sängerin Eveline Rabold (v.l.).
BVZ

Auch während des coronabedingten Stillstands war Autor und Regisseur Peter Wagner nicht untätig. Im Gegenteil, gerade die Coronakrise hat ihn zu seinem neuen Stück „Bleib mir vom Leibe! – Sagenhafte Übergriffe im Zeichen mangelnder Distanz“ inspiriert. Das erste österreichische Distanz-Theater wird am 13. August im Oberwarter Stadtpark Premiere feiern.

Im Mittelpunkt stehen vier überlebensgroße Puppen - Wagner nennt sie „Majestäten“ - die auf Plattformen stehen, die genau 1,50 Mal 1,50 Meter groß sind. „Ich bin gespannt, ob die Menschen, die die Puppen bedienen, ebenfalls die nötige Distanz wahren können“, schmunzelt Wagner. Neben Peter Wagner haben Petra Ganglbauer, Sophie Reyer, Katharina Tiwald, Konstantin Vlasich und Siegmund Kleinl Texte für das Distanz-Theater geschrieben. Die Autorinnen und Autoren befassen sich darin mit heutigen Themen, drücken diese aber in mythologischer Sprache aus. Zwischen den Beiträgen gibt es Musikstücke zu hören. „Zum Glück können wir auf Lieder von Peter zurückgreifen, die gut passen und müssen nicht alles neu einstudieren“, sagt Sängerin Eveline Rabold. Schließlich wurde die Produktion der Theaterinitiative Burgenland mit dem Offenen Haus Oberwart innerhalb kürzester Zeit auf die Beine gestellt. Davon ist auch der Oberwarter Bürgermeister Georg Rosner begeistert: „Ich freue mich, dass diese Produktion im Stadtpark gezeigt wird und finde es faszinierend, wie schnell dieses Theaterstück entstanden ist. Die Kultur und das OHO sind ein wichtiger Teil von Oberwart.“

Auch SP-Landtagsabgeordneter Christian Dax freut sich über den Neustart der Kulturszene. „Gerade Kunst und die Künstler haben sehr unter der Krise gelitten. Ich finde es toll, dass aus dieser Krise etwas Neues und Wunderbares entsteht“, so Dax.

Produktionsleiter Alfred Masal verweist auf das „pay as you wish“-Prinzip beim Eintritt, jeder Besucher wählt den Eintrittspreis selbst. „Das soll auch Leuten, die jetzt arbeitslos oder in Kurzarbeit sind, einen Besuch ermöglichen. Zudem wollten wir den Park nicht mit Zäunen absperren“, sagt Masal. Die Produktionskosten von 75.000 Euro werden vom OHO, Land, Bund und der Stadt Oberwart übernommen.

Gespielt wird von 13. bis 15., am 21. und 22. August in Oberwart. Danach geht es weiter in die Cselley Mühle, die KUGA, nach Wien und Klagenfurt.