Freiwillig rauchfrei: Wirte gegen Gesetz. Einige Lokale in Oberwart sind künftig „rauchfrei“, andere überlegen noch. Der Unmut über die Politik ist aber spürbar.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 16. März 2018 (05:47)
APA/Helmut Fohringer
Symbolbild

Die aktuellen Diskussionen rund um das Rauchergesetz kümmert sie nicht mehr. Sie, das sind einige Oberwarter Gastronomen, die sich freiwillig dazu entschlossen haben, ihre Lokale künftig „rauchfrei“ zu führen.

„In unserem Lokal in Litzelsdorf darf schon länger nicht geraucht werden und auch in Oberwart gab es immer wieder Anfragen von Kunden, ob wir das nicht auch so machen könnten“, erzählt Silke Schöberl von der Konditorei Gumhalter. Zwar gebe es ab und zu jemand, der das nicht in Ordnung findet, aber „auch unsere starken Raucher haben sich mit der Situation arrangiert. Unterm Strich wollen wir, dass sich alle unsere Kunden wohlfühlen.“ Das sieht auch Markus Zlatnik vom Eissalon „Tropical“ so: „Wir haben sehr viele Kinder, Jugendliche und ältere Menschen in unserem Lokal und sind uns unserer Verantwortung den Gästen und Angestellten gegenüber bewusst.“

Wirte überlegen oder warten auf Gesetzestext

Auch im Lokal „Die Bank“ geht die Tendenz derzeit eher in Richtung „rauchfrei“, wie Miteigentümer Jürgen Grandits erzählt: „Noch gibt es keine definitive Entscheidung, wir warten vorerst ab, wie sich die Gesetzeslage auf Bundes- beziehungsweise Landesebene entwickelt. Aber vermutlich werden wir den vorderen Bereich künftig rauchfrei halten.“ Ähnliche Überlegungen hat auch Carmen Schmidbauer vom Lokal „Tamdhu“: „Wir warten auf den Gesetzgeber und werden uns dann nach den vorgegebenen Rahmenbedingungen richten. Aber zuerst muss einmal ein Gesetz am Tisch liegen.“

Egal ob rauchfreies Lokal oder nicht, die Gastronomen machten auf Nachfrage der BVZ kein Hehl daraus, dass sie mit der derzeitigen Lage alles andere als glücklich sind: „Am liebsten wäre mir eigentlich, dass überall Nichtraucher eingeführt wird, dann hätte das ganze Wischi-Waschi endlich ein Ende und wir wüssten, woran wir sind“, sagt ein Wirt, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will.