Neue Amtsleitung für Oberwart gesucht. Amtsleiterin Katja Massing wurde aus ihrer Funktion abberufen. Jetzt soll die Stelle neu ausgeschrieben werden.

Von Carina Fenz. Erstellt am 05. Juni 2019 (04:00)
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Symbolbild

Der Gemeinderat hat sich in seiner letzten Sitzung mehrheitlich für die Abberufung von Amtsleiterin Katja Massing ausgesprochen. Über die Gründe wird nicht gesprochen, weil „dieser Beschluss im nicht öffentlichen Teil der Sitzung erfolgt ist und Personalangelegenheiten nicht kommentiert werden“, heißt es dazu von Stadtchef Georg Rosner.

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Katja Massing war seit Jänner 2016 Amtsleiterin der Stadtgemeinde Oberwart, am Dienstag wurde sie abberufen.

Hinter vorgehaltener Hand heißt es, dass das Arbeitsverhältnis schon längere Zeit nicht mehr „ganz rund gelaufen ist“. Laut Gemeindebedienstetengesetz kann die Abberufung des Leiters eines Gemeindeamtes jedenfalls nur dann erfolgen, wenn „ein wichtiges dienstliches Interesse besteht“.

Massing war seit Jänner 2016 als Amtsleiterin in Oberwart tätig. Ihr Dienstverhältnis wird auch nach der Abberufung nicht aufgelöst, denn laut Gesetz, ist der abberufene Leiter einer Verwendung zuzuweisen, der seiner bisherigen Entlohnungsgruppe entspricht. Steht eine solche Verwendung nicht zur Verfügung, so ist ihm auch, ohne seiner Zustimmung, eine Verwendung der nächstniedrigeren Entlohnungsgruppe zuzuweisen.

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Interimistisch wird die Gemeinde nun von Roland Poiger geleitet. Die Stelle soll, neu ausgeschrieben werden.

Nach der Abberufung von Massing soll die Stelle, so Bürgermeister Georg Rosner, so schnell als möglich ausgeschrieben werden. Interimistisch wird die Gemeinde nun von Roland Poiger geleitet.

„Wir wurden sieben Minuten vor der Gemeinderatssitzung zu diesem Punkt informiert. Das ist mehr als fragwürdig und gefällt uns nicht"

Kritik an der Vorgehensweise kam von der SPÖ. „Wir wurden sieben Minuten vor der Gemeinderatssitzung zu diesem Punkt informiert. Das ist mehr als fragwürdig und gefällt uns nicht. Wir haben aber dann extra noch vor der Abstimmung darauf hingewiesen, dass diese Entscheidung eine große Tragweite beziehungsweise eine große Auswirkung zu Folge hat“, heißt es von der SPÖ.