Kindergarten bleibt weiterhin im Fokus. Der Ausbau des bestehenden Kindergartens beziehungsweise der Neubau eines zweiten Kindergartens bleibt Thema im Gemeinderat. Der Zeitplan wird nicht halten.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 18. Dezember 2019 (04:11)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Symbolbild
Dmitri Ma, Shutterstock.com

Im Dezember 2018 wurde im Gemeinderat ein Zeitplan für einen Aus- oder Neubau des städtischen Kindergartens beschlossen. Dieser sieht folgendermaßen aus: 2019: Schaffung von Grundlagen und Entscheidungsfindung. 2020: Planungen und Ausschreibungen. 2021: Baubeginn. 2022: Fertigstellung und Inbetriebnahme. Vor allem ÖVP und NEOS drängten auf Einhaltung des Zeitplans. Spätestens seit der letzten Gemeinderatssitzung ist klar, dass dieser nicht halten wird. „Wir können uns derzeit keinen neuen Kindergarten leisten.

Daher müssen wir uns für die nächsten Jahre ein Provisorium überlegen“, erklärte SP-Bürgermeister Kurt Maczek in der Sitzung und ging damit auch auf Gerüchte ein, dass einzelne Kindergartengruppen ausgelagert werden sollen.

Abänderungsantrag wird eingebracht

In der Sitzung am Donnerstag steht nun ein Abänderungsantrag zum Beschluss des Vorjahres auf der Tagesordnung. SP-Vizebürgermeister Franz Rechberger erklärt: „Durch Gratiskindergarten und -kinderkrippe wird der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen in unserer Stadt steigen. Die Kapazitäten beim städtischen Kindergarten sind ziemlich ausgeschöpft. Um zukünftige Investitionen sinnvoll einzusetzen wird derzeit von einer Expertengruppe ein ‚Pinkafelder Bildungskonzept‘ einschließlich der erforderlichen Ressourcen erarbeitet.“ Die Gruppe besteht aus Qualitätsmanager Alfred Lehner, Kindergarteninspektorin Gerda Konrath, Kinderkrippenleiterin Andrea Fleck, Kindergartenleiterin Petra Ferk, Volksschuldirektor Franz Rienesl und NMS-Direktor Rainer Tiefengraber. Ergebnisse sollen möglichst zeitnah als Diskussionsgrundlage für den Gemeinderat vorliegen.

„Dann werden wir wissen, welche Investitionen für die Bildung erforderlich sind“, so Rechberger. Die ÖVP wird dem Antrag nicht zustimmen und ein Konzept zum Ausbau des bestehenden Kindergartens vorlegen. Die Leiter anderer Bildungseinrichtungen ein Konzept erstellen zu lassen, sehe man als Abwälzen der politischen Verantwortung. „Der Ausbau ist derzeit die günstigste Variante“, erklärt VP-Vizebürgermeister Andreas Stumpf.

NEOS-Gemeinderat Edi Posch wird neuerlich einen Antrag auf Errichtung eines zweiten Kindergartens einbringen. „Zudem sollen Gespräche mit dem Kinderdorf über die Einrichtung einer zweiten Kindergartengruppe geführt werden. Das Kindeswohl muss im Vordergrund stehen“, fordert Posch.