Zweiter Kindergarten in Pinkafeld wird gebaut

Der Bau eines zweiten städtischen Kindergartens war Thema in der Gemeinderatssitzung. Der Antrag fand breite Zustimmung, es gab aber auch Kritik an der Vorgangsweise.

Eva-Maria Leeb
Eva-Maria Leeb Erstellt am 11. Juni 2020 | 05:15
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Gemeinderat Gemeinderatssitzung Symbolbild
Künftig sitzen nur noch 36 statt 37 Mandatare im Gemeinderat, ein Sitz bleibt leer.
Foto: Shutterstock/Denis Kuvaev

Zahlreiche Punkte standen auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung in Pinkafeld. So wurde unter anderem beschlossen, die Elternbeiträge für Kinderbetreuungseinrichtungen aufgrund der Coronakrise auch im Juni auszusetzen und die Jahreskarten für das Allwetterbad (normale Gültigkeit von Dezember 2019 bis Dezember 2020) bis Feber 2021 zu verlängern. Schon länger diskutiert wurde die Frage, ob der städtische Kindergarten in Pinkafeld ausgebaut wird oder ob ein zweiter Kindergarten gebaut werden soll. Das derzeitige Gebäude ist mittlerweile zu klein geworden und es besteht Handlungsbedarf.

Neubau beste Option, Standortfrage offen

„Im Feber wurde in großer Runde mit Bildungsexperten, Vertretern der Kinderbildungs- und betreuungseinrichtungen und politischen Vertretern über die Situation in Pinkafeld gesprochen. Die Räumlichkeiten in den Schulen sind ausgelastet, daher hat man sich mehrheitlich für den Bau eines zweiten Kindergartens ausgesprochen“, erklärte SP-Vizebürgermeister Franz Rechberger. Mit dem Beschluss wolle man ein Bekenntnis zum Bau geben. Dies fand die Zustimmung aller Fraktionen. „Wir begrüßen und unterstützen diesen Antrag auf Errichtung eines zweiten städtischen Kindergartens. Er entspricht dem, was wir schon mehrmals im Gemeinderat eingebracht haben“, so NEOS-Gemeinderat Eduard Posch.

ÖVP kritisiert die Vorgehensweise

Der Grüne Gemeinderat Michael Friedrich freute sich, „dass hier endlich etwas passiert“ und FPÖ-Gemeinderat Thomas Supper sieht den Bau als „wirtschaftlichste Option“. Kritik an der Vorgangsweise kam von der ÖVP. „Wir beschäftigen uns schon lange mit diesem Thema und nun soll eine Abstimmung erfolgen ohne Klärung der Standortfrage und ohne Zahlen, Daten und Fakten“, so VP-Vizebürgermeister Andreas Stumpf. Man vermisse auch das immer wieder erwähnte Expertenkonzept. Nach einer kurzen Sitzungsunterbrechung (beantragt von der ÖVP) wurde der Antrag dann einstimmig angenommen. Bis zur nächsten Gemeinderatssitzung soll die Standortfrage geklärt werden.

Auch der, von der FPÖ eingebrachte Antrag auf Einrichtung einer Hundeauslaufzone bedarf noch einer Klärung hinsichtlich des Standortes und der Umsetzung.