Ein Haus für alle in Kemeten. Das ehemalige Böhm-Haus soll in ein „Haus der Begegnung“ für die Bevölkerung umgewandelt werden.

Von Eva-Maria Leeb. Erstellt am 10. Mai 2019 (04:52)
Leeb
Schenkung soll ein Haus für alle werden. Bürgermeister Wolfgang Koller und Vizebürgermeister Franz Schiller mit den Plänen zum Umbau des Böhm-Hauses.

Im Herzen von Kemeten wird derzeit ein Haus aus dem Dornröschenschlaf geholt. Das Ehepaar Böhm hatte schon zu Lebzeiten ihr Wohnhaus der Gemeinde geschenkt. „Dies ist noch unter meinem Vorgänger passiert. Das Ehepaar Böhm hat das Haus der Gemeinde unter der Voraussetzung geschenkt, dass dieses nach ihrem Ableben als Haus der Begegnung genutzt wird“, erklärt Bürgermeister Wolfgang Koller.

Jugend hat die neuen Räume schon bezogen

Ein erster Schritt dazu ist schon gemacht, denn die Kemeter Jugend hat in dem Haus ihre neue Heimstätte gefunden. Auch die Nikolo-Feier und der Weihnachtsmarkt haben bereits im Hof des Ensembles, bestehend aus einem mehr als hundert Jahre alten Haus und einem Zubau aus den 70er-Jahren, stattgefunden. Im großen Saal gab es eine Krippenausstellung und einen Tanzabend.

„Derzeit arbeiten wird daran, den Hof für Veranstaltungen fit zu machen, dieser muss gepflastert werden. Entsprechende WC-Anlagen werden wir mit einer Container-Lösung umsetzen, diese Anlagen sind dann öffentlich zugänglich“, erklärt der Bürgermeister. Auch ein Beachvolleyball-Platz wird aktuell im Garten gebaut. Im großen Garten mussten einige alte und kranke Bäume weichen. Dadurch haben nun auch die Bewohner des angrenzenden betreubaren Wohnens, laut Vizebürgermeister Franz Schiller, mehr Licht.

„Für die Zukunft sind viele Ideen im Zusammenhang mit der Nutzbarmachung des Hauses für verschiedenste Veranstaltungen und vor allem große Feste sehr weit gediehen. Es sind aber noch einige Arbeiten und finanzielle Mittel erforderlich, um alle Auflagen zu erfüllen, die für eine behördliche Genehmigung von Veranstaltungen benötigt werden“, erklärt Wolfgang Böhm. Die Vereine des Ortes sind in die Planungen und Arbeiten mit eingebunden, um das Gebäude als „Haus der Begnung“ bestens nutzen können.