Ein Pionier blickt zurück. Thaddäus „Teddy“ Podgorski plauderte über „Seinerzeit“, launige TV-Anekdoten und seine enge Beziehung zum Burgenland.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 01. April 2017 (07:34)
BVZ, Millendorfer
Plaudern in der Wohnzimmer-Atmosphäre. Peter Menasse und Teddy Podgorski beim Medientreff im ORF-Studio.

Jahrzehntelang prägte Thaddäus „Teddy“ Podgorski den Rundfunk: Er gab der „Zeit im Bild“ einst ihren Namen, erfand Sendungen wie „Seitenblicke“ und „Seinerzeit“ und initiierte „Bundesland heute“ sowie das Minderheitenprogramm im ORF.

Beim Medientreff im Landesstudio Burgenland (siehe auch „Treffpunkt“) gab der frühere ORF-Generalintendant im Gespräch mit Peter Menasse launige Anekdoten zum Besten. Mit der BVZ sprach der Wahl-Trausdorfer im Anschluss über seine Beziehung zum Burgenland.

In seinem Haus am Trausdorfer See ist Teddy Podgorski nach wie vor anzutreffen – und vor allem auch in der Kantine am ehemaligen Sportflugplatz. Letzterer ist auch der Grund, dass es ihn damals ins Burgenland verschlagen hat: „Als ich den Flugschein gemacht habe, war ich nur auf der Suche nach einem Nachtquartier.“ Daraus wurde schließlich das besagte Haus am Trausdorfer See.

Als Teddy Podgorski „in die Luft ging“ …

Der Flugplatz wurde in den 1990er-Jahren aufgelassen, für den Erhalt kämpfte auch Teddy Podgorski an vorderster Front, inklusive (politischer) Verstimmungen. Die Aufregung ist aber längst vergessen, als Flieger hat Podgorski ebenfalls die „Pension“ angetreten: „Das Fliegen an sich ist ja eine Anmaßung“, lacht er im BVZ-Gespräch, „dass Menschen, die damit nichts am Hut haben, Leute sehen, die sich ein teures Hobby leisten, das geht ihnen auf die Nerven.“

Und es gibt in gewisser Weise auch ein versöhnliches Ende, denn: „Genau genommen ist die Kantine ja wichtiger als der Flugplatz.“ Anekdoten finden sich auch im Burgenland genügend, so Podgorski: „Die sind aber eher privater Natur …“