Krankenhaus Oberwart: Primar kam doch nicht. Die zweite Primariatsstelle der Internen konnte bislang nicht besetzt werden. Jetzt will man alles neu überdenken.

Von Carina Fenz. Erstellt am 10. Juni 2021 (04:15)
Krankenhaus Oberwart
NOEN, BVZ

Wie die BVZ berichtete, stellt sich das Krankenhaus — auch im Hinblick auf den Neubau — im Fachgebiet Innere Medizin neu auf. Damit soll Oberwart als Schwerpunktspital der Südostregion sowohl die Versorgung der Allgemeinen Inneren Medizin garantieren, wie auch die Spezialisierung und die Ausbildung in den sich rasant entwickelnden „Internistischen Sonderfächern“ forcieren, wie beispielsweise in der Kardiologie, der Onkologie oder der Nephrologie. Dazu wurde die derzeitige Abteilung für Innere Medizin in zwei Abteilungen geteilt. Die beiden Primariate als Leitung der zwei neuen Abteilungen (Interne I und II) waren bis 23. Juli des Vorjahres ausgeschrieben. Mit 1. März dieses Jahres hat Andreas Ochsenhofer, Facharzt für Innere Medizin und spezialisierter Kardiologie, das Primariat der Internen I übernommen. Das zweite Primariat wollte man ebenfalls nur wenige Wochen später besetzen, dazu kam es jetzt aber doch nicht. Seitens der KRAGES hieß es, dass es zu „Auffassungsunterschieden mit dem bestgereihten Bewerber des Hearings gekommen sei und man darum in den Verhandlungen keine Einigung erzielen konnte.“ Derzeit sei man dabei — auch im Hinblick auf die Neubesetzung der Ärztlichen Leitung durch Gerhard Puhr — die Lage zu sondieren. Mit einer Entscheidung rechne man in den nächsten Wochen.

Die Gerüchteküche in dieser Causa brodelt allerdings munter weiter. Hinter vorgehaltener Hand war zu hören, dass der künftige Primar aufgrund der langen Kündigungsfrist des ehemaligen Leiters der Internen — dessen Vertrag noch bis August läuft — zu lange hingehalten wurde, bis er von selbst „aufgegeben“ habe. Auch, dass man von Beginn an, nur die Besetzung eines Primariats gewollt habe und „dafür viele Köpfe hinters Licht geführt habe“ war zu vernehmen. Seitens der KRAGES dementiert man das und verweist auf die „nicht erzielte Einigung in den Verhandlungen.“