Flächen für den Vogel des Jahres in Bernstein

Die Gemeinde Bernstein versucht, gemeinsam mit „BirdLife Österreich“ aktiv gegenzusteuern, dass der Girlitz ausstirbt. Daher wurde eine „Finkengstett´n eingesät.

Daniel Fenz
Daniel Fenz Erstellt am 21. März 2021 | 04:08
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Foto: BVZ, Gemeinde/BirdLife

In den letzten 20 Jahren verschwanden acht von zehn „Girlitzen“ (Finken) aus Österreich. Größtenteils wurde ihnen ihre Abhängigkeit von Wildkräutersamen zum Verhängnis. Nun versucht die Gemeinde mit Bürgermeisterin Renate Habetler und Umweltgemeinderat Thomas Baldauf, in Zusammenarbeit mit „BirdLife Österreich“ gegenzusteuern.

„Finkenbuffet“ für die gefährdete Vogelart

Am Südwest- und Sodostrand des Spielplatzes hinter der Neuen Mittelschule wurde eine „Finkengstett´n“ eingesät. 700 Quadratmeter relativ artenarmen „Einheitsgrüns“ werden sich im Laufe der nächsten Jahre dank seltener Mahd und dem eigens auf die Bedürfnisse der Finken abgestimmten regionalen Wildfplanzen-Saatguts zu einem „Finkenbuffet“ entwickeln. Das Projekt läuft auch in Zusammenarbeit mit Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf. „Alle Interessierten sind eingeladen, die Entwicklung dieses Projektes live vor Ort mitzuerleben“, macht die Bürgermeisterin Renate Habetler Werbung für die Aktion.

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Bürgermeisterin Renate Habetler und Umweltgemeinderat Thomas Baldauf (v.l.) pflanzten Samen für den vom Aussterben bedrohten „Girlitz“. Der Finke (r.) soll sich in der Gemeinde ansiedeln.
Gemeinde/BirdLife, Gemeinde/BirdLife

Umweltgemeinderat Thomas Baldauf erklärt: „Ich wurde als Umweltgemeinderat von meiner Ortschefin mit dem Projekt beauftragt. Wir haben die Fläche umgefräst und Finkensamen eingesät.“ Damit soll der vom Aussterben bedrohte Finke gefördert werden. „Wir beobachten die Situation in den nächsten Wochen und hoffen doch, dass sich das Projekt entwickelt und sich Vögel ansiedeln“, erklärt Baldauf abschließend.

Im Sommer soll Wiese voll mit Finken sein

Es ist aber nicht das einzige Projekt, das beim Kinderspielplatz in puncto Umweltschutz bis jetzt umgesetzt oder in Angriff genommen wurde. So wurde die Fläche im Bereich der Trockenwiese unter Naturschutz gestellt, nachdem man vor zwei Jahren an einem Projekt teilgenommen hatte. Bis im Sommer soll die Wiese aufgeblüht sein, dann hofft man, dass viele Finken besichtigt werden können.