Hochprozentiges Kaliber: BRANDneu seit 300 Jahren

Felix Koller aus Grafenschachen kennt man. Jetzt hat der „Kreierer“ einen neuen Streich geliefert. Ein weltweit neues alkoholisches Getränk: der „Schü“ und drei Jahrhunderte.

Erstellt am 09. Januar 2022 | 06:35
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Er ist selbst erst 23 Jahre jung und krempelt kurzerhand mal 300 Jahre Geschichte um. Der Grafenschachener Felix Koller ist in seiner Heimat und drumherum als Designer und Künstler zwar bereits vielen ein Begriff, aber jetzt kennt man den kreativen Tausendsassa auch in ganz Europa – und darüber hinaus. Okay, streng genommen kennt man sein neuestes „Produkt“ in all den fremden Ländern, denn der Felix selbst, der ist eigentlich sehr gerne daheim in Grafenschachen. Sein „Schü“ aber, der erobert grad die Gläser dieser Welt. Aber immer fesch der Reihe nach.

Nach einem eigenen Shop, einem Modelabel und gefühlt tausend anderen Geschäftsideen, hatten der Felix und Kumpanen beim Wandern und „an Haufen Bier im Rucksack“ dann einen neuen Ideenfunken: „Nach Stunden auf Wanderschaft meinten wir, dass es doch echt cool wäre, ein eigenes alkoholisches Getränk zu entwickeln. Ein Schnapsbrenner war auch in der Runde dabei und so ergab eins das andere. Uns war wichtig, dass es eine komplett neue Spirituose sein sollte. Also nicht die tausendste Sorte Gin, Wodka oder Whiskey, nein! Es musste was ganz Neues sein.“

Von der Idee am Berg, bis zur Entwicklung der einzigartig neuen Spirituose mit dem interessanten Namen, vergingen dann noch einmal eineinhalb Jahre. „Eine wirklich komplett neue Spirituose ist eigentlich seit 300 Jahren nicht mehr auf den Markt gekommen. Unser Schü beinhaltete Verjus, das ist der eher saure Saft, den man erhält, wenn man unreife Trauben auspresst, ein neutrales Grunddestillat und außerdem noch sechs verschiedene natürliche, streng geheime Aromen. Wir haben lange nach Experten gesucht, die den Schü nach unseren Vorstellungen zusammenbrauen. Fündig wurden wir übrigens erst in Deutschland, dort wird der Schü jetzt auch produziert. Schü ist eine einzigartige Spirituose, ein bisserl wie die Aperol-Variante unter den Weinen, aber ich sag‘ immer, dass er schmeckt, wie ein gelbes Nimm-2-Zuckerl mit 35 Prozent Alkohol“, erklärt Felix Koller lachend.

Und gut Lachen haben der kreative Jungspund und seine Geschäftspartner mittlerweile, denn ihr Schü ist nicht nur im regionalen Handel ein neuer „Brenner“, sondern wird bereits weltweit verkauft und ausgeschenkt.

„Von der Pandemie bemerken wir in diesem Geschäft nix. Die Alkoholbranche ist krisensicher und das seit Jahrhunderten“, schmunzelt der Grafenschachener, dem die Ideen nicht ausgehen. „Ich kreiere den ganzen Tag Sachen, seit ich ein Kind bin. Also, das ist der einzige gemeinsame Nenner in meinem Leben, Dinge erschaffen. So war das auch mit dem Modelabel und so lief das auch mit dem Schü. Aber ohne meine Geschäftspartner und das Team dahinter, wäre nichts davon realisierbar gewesen“, stellt Felix klar. 23 Jahre jung und schlau genug für drei Leben. Oder halt drei Jahrhunderte.