Bewusstes Einkaufen in der "Schatzgrube". Ein sozialökonomisches Projekt schärft die Sinne fürs bewusste Shopping und gibt Arbeitssuchenden eine neue Chance.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 20. September 2019 (03:02)
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Nach dem Durchschneiden des roten Bandes konnte das neue Geschäft von allen Besuchern begutachtet werden.

Groß war der Andrang bei der Eröffnung der „Schatzgrube“. Seit vergangenen Samstag kehrt dank der Volkshilfe Burgenland wieder Leben in die ehemalige Bipa-Filiale ein.

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„Mir ist es wichtig, dass Frauen die Möglichkeit bekommen sich neu zu orientieren“, so Doris Prohaska bei der Eröffnung der „Schatzgrube.“

Die Präsidentin der Volkshilfe Burgenland, Verena Dunst, konnte bei der Feier zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter Volkshilfe Österreich Präsident Ewald Salcher, Landesrat Christian Illedits, Volkshilfe Burgenland Vorstand Christian Drobits, Landtagsabgeordnete Doris Prohaska und natürlich auch Bürgermeister Wolfgang Tauss.

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Manuela Unger übernahm den E-Scooter für ihren Mann Bertram, der beim Gewinnspiel der Volkshilfe vor Ort beim ersten Preis gezogen wurde.

Die „Schatzgrube“ ist ein Projekt, das vom Land Burgenland gefördert ist und für mindestens drei Jahre nun im Ortskern von Großpetersdorf für Belebung sorgen wird. Dabei betonte Verena Dunst: „Nicht die wirtschaftlichen Aspekte werden im Vordergrund stehen, sondern die sozialen Aspekte.“ Denn es sollen zwei Ziele verfolgt werden: erstens der umweltbewusste Umgang mit den Ressourcen, und zweitens die Beschäftigung von Menschen, die zum Teil kurz vor der Pension stehen oder die die „Schatzgrube“ als Sprungbrett in einen neuen Job nutzen wollen. „Jeder verdient eine faire Chance auf Arbeit und ein selbstbestimmtes Leben“, so Soziallandesrat Christian Illedits. Geöffnet ist die „Schatzgrube“ Dienstag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr und am Samstag von 9 bis 12 Uhr.