Schadstoffe im Wasser: Gemeinde klärt auf. Nach Wirbel um Artikel über „verseuchten Brunnen in Großpetersdorf“ sprechen die Verantwortlichen jetzt Klartext.

Von Vanessa Bruckner. Erstellt am 15. Dezember 2018 (03:58)
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„Die Situation war zu keiner Zeit gesundheitsgefährdend“, will Bürgermeister Wolfgang Tauss (SPÖ) gleich zu Beginn festgehalten wissen und bezieht damit Stellung zu einem Bericht in einer Tageszeitung, der am vergangenen Wochenende für einigen Wirbel in der Gemeinde sorgte.

Von einem „durch chemische Rückstände aus der ehemaligen Schwerindustrie verseuchten Brunnen“ und „Tagen der Unsicherheit“ war in dem Artikel die Rede. Der Ortschef dazu: „Das Problem ist uns nicht erst seit gestern bekannt, sondern wir haben bereits im Jänner, im Zuge regelmäßiger Proben, in einem unserer Brunnen Spuren von Trichlorethen gefunden. Das ist ein schädliches Mittel, das früher zur Reinigung von Metall genutzt wurde.

„Das Problem ist uns nicht erst seit gestern bekannt"

Daraufhin wurde der Brunnen sofort vom Netz genommen, das Umweltbundesamt informiert und seither beproben wir das Wasser alle zwei Wochen“, so Tauss und fügt an: „Es gab außerdem eine offizielle Kundmachung und natürlich sind wir auch darum berühmt, den Verursacher zu finden und entsprechende Maßnahmen zu setzen.“

Deshalb soll nun ein Aktivkohlefilter für den besagten Brunnen angeschafft werden. Kostenpunkt dafür: 85.000 Euro, davon steuert 30.000 der Landeshauptmann bei, weitere 19 Prozent der Anschaffungskosten übernimmt der Bund. Auch Grünen Gemeinderat Günter Ranftl, der außerdem Allgemeinmediziner ist, bestätigt, dass „die geringe Menge an Schadstoffen, die nachgewiesen wurden, zu keinem Zeitpunkt gesundheitsgefährdend für den Menschen gewesen seien.“

Und ÖVP-Vize Gregor Hafner sagt: „Wir haben die Angelegenheit sehr ernst genommen.“ Bürgermeister Tauss zum Abschluss: „Der vorschnelle Artikel hatte nur eine unnötige Panikmache zur Folge. Wer auch immer dahintersteckt, will wohl nichts anderes, als der Gemeinde schaden. Das ist wirklich traurig.“